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“Klappe” !Und Action”! Upps, was ist denn hier los? Kameraleute, Männer mit Stangenmikros und Schauspieler bevölkerten die Szenerie in der Straße wo wir unser Appartment vermuteten. Wir sind mitten in die Dreharbeiten zur türkischen Lindenstraße hineingeplatzt. “Sind wir hier wirklich richtig?” wollte Jana von mir wissen. “ähm ja laut GPS schon” antwortete ich. Drehpause! Kurz darauf sprach uns ein ältere Herr an und pries sein Appartment an, welches er vermieten würde. Dankend lehnte ich ab, da wir bereits ein Appartment reserviert hätten. Nach ein paar Sätzen stellte sich aber heraus, dass es dieses Appartment sein soll. Ok, na wenn das so ist kommen wir gerne rein. Wir packten unser sämtliches Geraffel rein und verstauten die Räder im Hof des Gebäudes. Dazu mussten wir quer durch ein sehr enges Zimmer, wo bereits ein Gast wohnte und total locker reagierte als wir die Räder über sein Bett beförderten. Gelassenheit ist das Beste, was du während einer Reise zu bieten hast. Eine Faustregel für uns. Als alles drin war und ich von unserem Gastgeber die Check-in Prozedur erfahren wollte schaute der mich schon ganz nervös vom Tresen an und tippte auf seiner Tastatur herum. Er konnte unsere Buchung nicht finden! Ich schaute mit ihm auf den Monitor bis mir auffiel, dass es doch nicht das Haus ist und die Namen voneinander abwichen. Na super alles wieder einpacken. Draussen wurde wieder fleißig gedreht. Jana bewachte unsere Sachen und ich sammelte den übrigen Kram zusammen. Dem Gastgeber war diese Szene überaus peinlich und er bat vielmals um Entschuldigung und das wir doch mal bei ihm vorbeischauen und einen Cay mit ihm trinken sollen. Seine Frau sei vor kurzem verstorben und er würde sich über Gesellschaft freuen. Schräg gegenüber von seinem Haus beobachtete ein Türke mit seiner Frau die Szenerie und kam dann zu uns herüber und fragte im besten Deutsch, ob es Probleme gäbe? Das war unsere erste Begegnung mit Ali und seiner Frau ….., die uns während unseres Aufenthaltes noch ans Herz wachsen sollten. Wir nannten einen Namen und das Appartment, wo wir für vier Tage gebucht hatten. Man war das schön mal wieder etwas Deutsch zu sprechen. Er kannte den Mann und rief ihn dann an. Nach ein paar Stunden stand er dann auf der Matte und mit uns die Formalitäten erledigt und die Wohnung gezeigt. Wir waren anfangs begeistert von der Wohnung. Hell Geräumig mit zwei Schlafzimmern, einer Küche und einem Balkon für die Räder. Auch ein Badezimmer war dabei. Was für ein Luxus für das Radlerleben. Als alles verstaut war haben wir uns aufgemacht, um Istanbuls Altstadt zu erkunden. Es waren immer noch locker 28° C am Abend. Es gab einen wunderschönen Park in unmittelbarer Nähe mit vielen kleinen Supermärkten und unzähigen Straßenküchen. Einige Hamams haben wir auch gesehen. Wir waren überrascht das Istanbul so hügelig ist. Es geht hier rauf und runter. Halsbrecherisch sind die Kuriere mit Ihren Holzkarren, worauf Stoffe, Lebensmittel oder Schuhkartons beladen, die Hügel runterfliegen und nach gut 20m dann mit Ihren Beinen wieder auf die Erde kommen, nur um wieder Schwung für den nächsten Flug zu sammeln. Wir waren ganz in der nähe des Schuhviertels, wo für die großen Ketten oder Einzelhändler Schuhe gefertigt wurden. Es roch scharf nach Klebern. Es fühlte sich alles sehr exotisch für uns an und auch wieder sehr aufregend, was die Metropole an jeder Ecke für spannende Geschichten zu erzählen hatte. Ja wir waren auch abseits der Touristenströme, die uns noch früh genug begegneten. Wir aßen eine Kleinigkeit und schlenderten langsam in unser Viertel zurück. Draussen saßen noch Ali mit seiner Familie und wir wollten noch einmal Danke für deren Hilfe sagen. Kaum ausgesprochen luden die beiden uns zu einem Cay ein, der natürlich draussen vor der Haustür getrunken wurde. Hier findet das Leben am Abend entweder vor der Haustür oder im hinteren Bereich der Gartenterasse statt. Wir verstanden uns sofort und Ali ist ein begeisterter Musiker. Saiteninstrumente sind sein Steckenpferd. Egal ob Gitarre oder Oud. War ja klar, dass wir sofort ein Gesprächsthema hatten. Hauptberuflich vertreibt Ali selbst angefertigten Schmuck, der auf den Basaren für die Touristen verkauft wird. Auch wunderschöne Lampen hat er im Sortiment. Das Ganze wird durch sein außergewöhnliches Haus unterstrichen. Es ist komplett in einem hellblau mit verschiedenen Malereien verziert. Kein Wunder, denn Ali hat lange Zeit in Deutschland als Maler und Lackierer gearbeitet. In Ihm schlagen zwei Herzen. Ein deutsches und ein türkisches. Ein wunderbares Haus und das Einzige mit diesem Anstrich. Erinnert mich ein bisschen nach Hundertwasser. Touristen kommen allein deswegen in diese Straße nur um das Haus zu sehen und den Singenden Schmuckhersteller zu sehen und zu hören. Nach einem wunderbaren Abend bei den beiden gingen wir heim. Im Appartment angekommen wollte jeder ein eigenes Schlafzimmer haben und wir haben uns aufgeteilt. Nach ein paar Minuten bin ich zu Jana ins Zimmer und teilte ihr mit, dass die Bude an Schimmel leide. Auch in ihrem Zimmer sei ihr dies aufgefallen. Es war schon spät und wir wollten einfach nur schlafen. Wir finden schon eine Lösung.  Am nächsten Morgen wollte ich Kontakt zu unserem Vermieter aufnehmen. Der war aber irgendwie nicht erreichbar. Ich fragte Ali, ob er mal  nachhaken könnte. Das hat er auch getan und wir sollten noch einen Anruf erhalten. Na gut schauen wir mal. Unterdes hatten wir die Aufgabe uns um ein Visum für den Iran zu kümmern. Vorher aber noch zum Fotografen, da die Bestimmungen für ein Passfoto sich minimal verändert haben. Als wir alles zusammen hatten sind wir dann zur Botschaft getigert. Hier war schon gut was los und wir nahmen uns einen Bogen, den wir getrennt voneinander ausfüllen mußten. Wir klebten die Bilder noch hinein und warteten mit den anderen Iranern auf unseren Aufruf. Als es soweit war schoben wir die Unterlagen durch die Papierluke. Es war sehr laut in der Botschaft und ich presste mein Ohr an die Papierluke, um den Beamten zu verstehen. Er schaute sich unsere Formulare, das Empfehlungsschreiben und die Einladung zu einer Familie in Teheran an. Dann schaute er uns mitleidig an und brabbelte irgendwas hinter der dicken Glasscheibe vor sich hin. Ich fragte auf Englisch, ob irgendwas nicht stimme? …….ehlt die mmer vom nnenmini…    häh? Ich verstand nur Bahnhof. Er kam dann aus seiner Kabine zur Seitentür und erklärte uns den Sachverhalt. Wir hatten keine Nummer vom Innenministerium, die vom Gastgeber organisiert werden musste, um in den Iran einzureisen und sich für drei Monate dort aufzuhalten. Mann was war ich fertig, als ich die Nachricht nur zur Kenntniss nehmen konnte. Freundlich aber bestimmend wurden wir darauf hingewiesen, dass wir wiederkommen können, wenn wir die benötigten Unterlagen vorlegen können. Da war es vorbei mit meiner Gelassenheit. Ich kochte innerlich vor Wut und Enttäuschung. Wir haben Wochen damit zugebracht uns mit den Visaformalitäten zu beschäftigten und nun das. Wir zogen ab und sondierten unsere Möglichkeiten, wie es jetzt weitergehen sollte. Es gab noch die Möglichkeit eines Transitvisas, der uns sieben Tage Zeit verschaffen könnte den Iran per Bahn zu durchqueren. Oder eine andere Stadt (Ankara, Trabzon) mit unserem Anliegen aufsuchen, da es oftmals von Stadt zu Stadt unterschiedliche Auslegungen der Visaberechtigungen  gab. Irgendwie war der Tag im A… als wir wieder vor der Botschaft standen. Noch ein Blick auf die Öffnungszeiten und… na toll alles in persischer Schrift. Wir machten uns wieder in unser Viertel auf und erzählten Ali und Felis über unsere Situation. Die haben sich nicht gewundert, sondern gleich geahnt, dass es total kompliziert mit den Iranern ist. Na gut noch wollten wir aber nicht aufgeben und haben unsere Mailkontakte nach Deutschland aktiviert. Im nachhinein stellte sich aber heraus, dass die Kontakte leider nicht verfügbar waren, da sie entweder im Urlaub oder auf Geschäftsreise waren. Auch der direkte Draht in den Iran sollte nicht sein. Also haben wir es erstmal auf den nächsten Tag verschoben, da wir auch noch das Problem mit unserem Schimmel-Appartment hatten. Abends saßen wir zu Gast bei Ali und Felis, die ein paar Freunde (auch ein Paar) zu Besuch hatten. Ein Kumpel und Geschäftsmann vom Großen Basar in der Altstadt. Die Frauen plauderten unter sich und ebenso die Männer. Es ging um geschäftliches, Erdogan und das Leben in Ost und West. Es wurden gleich am Abend wieder Verabredungen geknüpft. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft waren für uns überwältigend. Alles war so selbstverständlich. Das hat uns den Tag doch noch versüßt. Wir waren mittlerweile  große Fans der türkischen Küche. Oliven, Schafkäse, Tomaten, Melonen, Fladenbrote, etc waren soooo lecker. Selbst Christian (ein großer Käsegegner) hat den Käse gegessen.  Es war sehr spät als wir uns verabschiedeten. Ich hatte Ali noch gesteckt, dass sich der Vermieter noch nicht gemeldet habe. “Ich regel das schon”, sagte er. Am nächsten Tag bin ich dann zu unserem Vermieter (eine kleine KfZ Werkstatt) gegangen und Jana erstmal im Park gelassen. Das haben wir mittlerweile auch mitbekommen, dass so eine Angelegenheit unter Männer geregelt wird und Frauchen zu Hause bleibt. Wir lernen ja jeden Tag dazu, wie es in fremden Ländern läuft. Also hin, den Chef nicht angetroffen, geblieben, einen Mitarbeiter geschnappt, freundlich aber bestimmt aufgefordert ihn hierher zu ordern. Mich in sein Kabuff gesetzt und gewartet. Kurz darauf kam der Mitarbeiter wieder und deutete an, dass er gleich komme. In der Tat traf er nach ein paar Minuten ein und fragte, was los sei. “Du hast Schimmel in der Bude.” entgegnete ich. “Kein Problem heute abend ist der Schimmel weg” meinte er. Da kam ich aber aus dem Quark und fragte ihn, ob er mich verarschen wollte? “Wenn Du glaubst ein paar Pinselstriche würden den Schimmel besiegen, bist du bei mir an der falschen Adresse.” Er fragte mich dann:”Ok was schlägst du vor?”. “Erstmal eine Mietminderung und spätestens morgen ein neues Zimmer. ” Er willigte ein und per Handschlag besiegelten wir den Handel. Das ging alles völlig korrekt und freundlich mit dem Handel über die Bühne. Klar sind das Geschäftsleute und suchen Ihren Vorteil, erkennen aber an, wenn einer mit besseren Argumenten einen besseren Handel erzielt. Der Schimmel war zwar vorhanden, aber nicht wirklich gesundheitsgefährdend. Jedenfalls nicht für den kurzen Aufenthalt. Danach sind wir nochmal zur Botschaft gegangen und wollten nochmal wissen, was wir nun genau benötigen und ob es noch eine Alternative für den Aufenthalt im Iran gibt. Wir hörten nämlich, dass einige Provinzen gar kein Visa verlangen. Als wir ankamen war alles verammelt und verriegelt. Sprich: Die Botschaft war geschlossen! Wir glauben ja an Zeichen und wenn sichtbar wird, dass der Widerstand immer größer wird ist es irgendwann Zeit seinen Frieden mit der Situation zu machen.

Am nächsten Tag waren wir schon gespannt, welches Quartier wir erhalten würden. Erstmal gab es einen guten Teil unserer Kohle zurück und sollten in ein Hotel einquartiert werden. War zwar nett gemeint, aber ein Hotel kam für uns nicht in Frage. Wir schauten uns dann auf eigene Faust nach einem neuen Appartment um und wurden auch fündig. Ein ganz Neues, welches vorher noch nie bewohnt war. Auch hier wieder nette Menschen mit einem ganz jungen Chef, der sich in die Tourismusbranche aufmachte. Wir waren mit unserer Wahl glücklich und haben für vier Nächte gebucht. Die Zeichen waren auch für uns nicht zu übersehen, dass wir irgendwie hier gestrandet waren und auch nicht so recht den Antrieb hatten weiter zu fahren. Es war ein schleichender Prozess, der sich schon in Bulgarien abzeichnete. Wir sprachen oft über unser schönes Schleswig-Holstein und was wir alles machen wollten, wenn wir wieder zuhause sind. Das nahm solch konkrete Züge, dass wir großes Heimweh bekamen. Wollten wir weiterradeln oder hatten wir bereits genug für uns erlebt, dass die Zeit reif war neue Wege in unserer alten Heimat zu beschreiten? Wir sprachen tagelang darüber und kamen dem Entschluss immer näher, dass es Richtung Osten für uns nicht mehr gehen soll. Wir waren ja total vogelfrei, hatten kein echtes Heim, wohin wir immer wieder zurückkehren konnten und fühlten uns irgendwie wurzellos. Die Kompassnadel zeigte in unserem Geist immer wieder Richtung Westen. Wohin genau wußten wir noch nicht. Doch wir wollten nach Hause und ein Heim beziehen. Wir tauschten unsere Gedanken auch mit Ali und Felis. Die konnten das gut verstehen, da beide etwas ähnliches erlebt haben. Gerade Felis, die vom Schwarzen Meer stammt ist ihrem Ali nach Deutschland nachgereist und ein paar Jahre mit ihm dort geblieben. Auch sie hatte Heimweh in die Türkei. Heimat ist ja da, wo Dein Herz sich wohlfühlt und das ist nunmal Schleswig-Holstein am Meer. Aber einfach so nach Hause wollten wir auch noch nicht und so wurde das Verlangen geboren erstmal wieder in unsere zweite Heimat den Highlands zu reisen. Dort wollten wir die Radreise einem Ende entgegenführen. Wir hatten noch wunderbare Tage in Istanbul und genossen all die Sehenswürdigkeiten, die diese faszinierende Metropole zu bieten hatte. Auch auf der asiatischen Seite waren wir, haben die blaue Moschee besucht, wandelten im Park vom Topkapi und futterten uns durch die türkische Küche. Am letzten Tag waren wir noch zu einem Frühstück von Felis und Ali eingeladen. Wir gehörten gefühlt zur Familie und fühlten uns sehr wohl bei den beiden. Christian hatte sogar die Gelegenheit auf dem elektrischen Piano zu spielen. Musizieren mit Ali war etwas besonderes. Er hat z.B. deutsche Schlagermelodien in türkische Kinderlieder eingekleidet und diese auf den Stufen zu seinem Haus gesungen. Die Touris wußten ja nicht wovon er sang, es gefiehl ihnen aber. Lieber Ali, liebe Felis; wenn ihr das hier lest sollt ihr nochmal wissen, dass wir uns bestimmt eines Tages wiedersehen. Es ist ein Geschenk Euch begegnet zu sein. Vielen Dank nochmal für alles. Salem aleikum Eurer Familie.

Am nächsten Morgen sind wir dann zum Flughafen aufgebrochen und hatten ein Ticket für Edinburgh in der Tasche. Die Räder wurden wie sie waren zum Sperrgut aufgegeben und unsere Taschen gaben wir am check-in auf. So machten wir uns gen Schottland auf und berichten noch, wie wir wieder langsam nach Deutschland gezogen sind.

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Wo waren wir noch gleich? Ach ja auf dem Weg in die Türkei. Nachdem wir uns von Nikki herzlich verabschiedet haben brauste der Bus mit unseren Rädern im Gepäckbauch Richtung türkische Grenze. Wir hatten eine sehr gemischte Reisegesellschaft. Ein sympathischer Opi saß schräg-quer hinter mir und lächelte mich ständig an. Hin und wieder sprach er mich in einem Mix aus bulgarisch und türkisch an und hoffte auf ein Gespräch, um sich die Fahrtzeit zu verkürzen. Was so ein Merhaba und Nisilsin so alles anrichten können dachte ich mir noch hinterher. Der dachte wohl:” toll, ich habe einen Gesprächspartner gefunden.” Zum Glück hat sich ein junger Mann direkt vor ihm gesetzt und ich war ihm dankbar, dass er meinen Part eingenommen hat. Der Bus suchte sich zielsicher seinen Weg durch die Berge und meisterte auch die engsten Streckenabschnitte. Auf der Höhe von Burgas wurde es immer touristischer und die Hotels reihten sich wie an der Perlenschnur an der Küste entlang. Dort gab es so legendäre Hotels :Ironie an: wie das Camelot oder Empire :Ironie aus: In Malko Tarnovo gab es eine kleine Pause und wir konnten uns die Füsse vertreten. Eine willkommene Abwechslung, die wir dankbar annahmen. Das letzte Mal jetzt auf bulgarischen Boden und wir freuten uns schon auf das nächste Abenteuer Türkei. Unsere Busfahrer waren super nett und immer zu einem freundlichen Lächeln aufgelegt. Aus den Lautsprechern gab es so etwas wie bulgarischen Schlager und der Fernseher im Bus kämpfte tapfer gegen die übrige Geräuschkulisse. Wir waren froh den Bus genommen zu haben, denn es gab nirgends einen Radweg, geschweige denn einen normalen Straßenverlauf, der unter 8% Steigung lag. Wer da mit dem Rad fährt könnte auch bei der Tour de France die Bergetappen mitmachen.

Etwa 20 Minuten nach unserer Pause kam die türkische Grenze auf uns zu. Am ersten Grenzposten ging ein bulgarischer Grenzzöllner durch unseren Bus und fragte nach Pass und Waren. Das ging alles recht zügig und ohne Vorkomnisse von statten. Tja und auf einmal waren wir in der Türkei. Gefühlt ein echter Meilenstein! Am 01.März fuhren wir los und sind nun an der türkischen Grenzen. Unglaublich dachten wir beiden nur. Gleich hinter der türkischen Grenze sind wir alle raus aus dem Bus und mussten das ganze Gepäck zu einem Gebäude bringen, wo alles durchgescannt wurde. Unsere Räder blieben im Bus. Eine riesige Statue von AtaTürk überwachte den sämtlichen Bereich. Das ganze Prozedere dauerte etwa eine Stunde. Danach setzte sich der Bus wieder in Bewegung Richtung Istanbul. Es wurde spürbar flacher. Das Landschaftsbild wurde sanften Hügeln und hübsch anzuschauenden Dörfern mit Ihren Moscheen geprägt. Das Ganze in einen warmen Sonnentag getaucht. Es ist schon immer wieder erstaunlich, was nach so einem Grenzübergang in uns alles vorgeht. Wie sind die Menschen wohl, schmeckt das Essen hier, können wir uns einigermaßen Verständigen? Die erste Begegnung mit den Einheimischen prägt ja oftmals das Bild der übrigen Tour im jeweiligen Land. Tja was soll ich sagen die ersten Begegnungen waren einfach Klasse. Freundliche und höfliche Menschen sind wir schon auf der Autobahnraststätte begegnet. Und als wir in die Vorstädte nach Istanbul einrollten waren wir sprachlos, wie groß diese Stadt ist. Zum Glück sind wir bis zum zentralen Omnisbusbahnhof mitgefahren, wo wir auch ein Bett für die erste Nacht gebucht haben. Es war schon dunkel als wir am Omnibusbahnhof eintrafen. Dennoch strotzte diese Gegend nur so von Leben und quirligen Geschäftigkeiten. Es wurden Gepäckstücke herausgeholt und in andere Busse oder Kleintransporter verfrachtet. Der Omnibusbahnhof war riesig. Etwa die Größe vom Terminal 1 des Hamburger Flughafens. “Au backe!”, dachte ich nur als ich diese Szenerie sah:” und hier sollen wir unser Quartier finden?” Es gab zum Glück ja mein GPS. Nach einigen links- und rechts Kurven standen wir mitten im Zentrum. Es ging hier zu wie auf einem Basar. Lauthals schrien die Bus- und Taxifahrer ihren Zielort in den Nachthimmel Istnabuls. Das klang so komisch, dass ich ein Dauergrinsen auf den Lippenpartien hatte. Etwa so: Ankara, Ankara, Ankararara oder Izmir, Izmir, Izmiriri. Es war der Hammer. Hier konnten wir zum ersten Mal unsere paar Brocken türkisch einsetzen und nach der Unterkunft fragen. Wir haben diese auch tatsächlich mitten am Hauptterminal gefunden. Die Fahrräder in den Fahrstuhl und nach ein paar erledigten Formalitäten gehörte uns ein einigermaßen sauberes Zimmer mit Dusche. Während ich die Sache mit dem Zimmer klar machte wurde Jana unten vor dem Fahrstuhl schon in Beschlag genommen. Ein netter Iraner aus Teheran hatte ihr bereits einige Kontaktdaten zugeflüstert. Wir fühlten uns mittlerweile sehr weit weg von zuhause. Noch hatten wir keine Ahnung, was sich in der folgenden Woche abspielen würde, doch die Zeichen standen auf Veränderung. Jetzt hatten wir aber Hunger und Durst. Wir nahmen Kurs auf ein Shopping-Center auf der anderen Seite der Autobahn, ohne Räder. Es war etwa 21.00 Uhr und hier war noch sehr viel los. Die Cafes und Restaurants waren gut besucht. Einer von uns beiden sah ein IKEA Schild. Irgendwie stiegen wieder Heimatgefühle in uns auf, wie damals in Prag als wir den Pub geentert hatten. Zielstrebig suchten wir die Kantine auf und sahen leckeres Essen in den Auslagen. Wir griffen zu und ließen es uns schmecken. Unsere türkischen Nachbarn futterten Köfte mit Pommes. Ok zugegeben hat die türkische Küche viel mehr zu bieten, aber uns schmeckte es. Jana und ich unterhielten uns über das Erlebte und wir spürten, dass die ganzen Erlebnisse in den bisherigen 8 Ländern immens waren und noch längst nicht alles verarbeitet haben. Es machte sich ein  Gefühl von Heimweh in uns breit. Langsam aber stetig. Nun hatten wir aber erstmal Istanbul vor der Brust und morgen wartete ein kleines Appartment in der Altstadt auf uns. Müde vielen wir beiden ins Bett und dämmerten, begleitet von den Rufen der Muezzins und der Busfahrer  ins Reich der Träume.

Am nächsten Morgen gingen wir zum Frühstück und wurden freundlich von einem Mann im mittleren Alter mit einer einladenden Handbewegung an seinen Tisch geleitet. Er bat uns Melone an und versuchte mit uns Konversation zu betreiben. Klappte aber nicht wirklich, da wir kaum türkisch sprechen und er gar kein Englisch oder Deutsch. Er stellte sich uns als Busfahrer vor, der auch hier übernachtet hat. Nach gut einer Stunde musste er denn auch los und wünschte uns alles Gute. Auch wir machten uns ein paar Minuten später auf den Weg zu unseren Rädern und wollten den Busterminal in Richtung Fatih verlassen. Was soll ich sagen. Es gab nur den Weg über die Autobahn hinaus. Also schön rechts halten und los gings. Es war echt aufregend und sogar die Polizei, die an uns vorbeirauschte störte sich nicht an zwei Radfahrern auf der Autobahn. Irgendwann sah ich aber ein Loch im Zaun, welches groß genug war hindurch zu schlüpfen. Also runter und weiter ging es durch den Großstadtdschungel bis wir auf der Hauptverkehrsstraße Richtung Altstadt radelten. Es war halsbrecherisch aber wir hatten ja schon einige Übung in Großstädten gesammelt. Die türkischen Busse und Autos hatten uns auch im Blick und achteten auf unsere Gesundheit :-) . Hier mal ein Eindruck:

in Istanbul mit dem Rad

Am frühen Nachmittag kamen wir dann tatsächlich an unserem Zielort an. Dazu mehr im nächsten Bericht.

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Da standen wir nun in der Altstadt direkt vor einem Casino. Donnerwetter, hier war vielleicht etwas los. Es gab Stände für die Europawahl oder Straßenküchen, die kleine Mahlzeiten anboten. Es fühlte sich doch alles sehr nach Urlaub hier an, um auch die Palmen nicht zu vergessen. Dann tauchte Nikki mit einer Freundin vor uns auf. Wir begrüßten uns herzlich auf Englisch und waren auf Anhieb voneinander begeistert. Nikki ist 10 Jahre jünger wie wir. Erst vor kurzem waren die beiden mit dem Rad in der Türkei, was uns sehr neugierig gemacht hat. Wir schilderten ihr unser Problem mit den Hügeln bis zur türkischen Grenze zu kommen. Sie winkte gleich ab und nickte beipflichtend mit dem Kopf, dass niemand diese Strecke gerne fährt. “Warum nehmt ihr denn nicht den Bus. Der Metro-Bus fährt jeden Tag bis nach Istanbul und wenn ihr Glück habt nehmen die eure Räder kostenlos mit.” Das klang wie Musik in meinen Ohren. Also hätten wir das schon mal geklärt. Nikki hatte auch ihr Touren-Bike dabei und so fuhren wir zu dritt zur Wohnung. Es war ein schönes Gefühl ein paar Tage bei Gleichgesinnten vor sich zu haben und sich nicht wie sonst als Alien zu fühlen. Die meisten Menschen schauen nun mal neugierig hinter uns her. Wir haben uns daran gewöhnt. In der Wohnung angekommen schulterte ich die Räder und trug sie in den ersten Stock. Es war sehr gemütlich und wir hatten im oberen Bereich einen Platz zum Schlafen. Ich persönlich finde es immer erstaunlich, wieviel Vertrauen Radler untereinander haben. Nikki wollte noch zu einem Tanztreffen und Kralev war noch auf Arbeit kommt aber bald, um dann wieder zum Fußballspielen zu gehen. Wir können also machen was wir wollten. Wir beschlossen dann erstmal runter zum Strand zu gehen. Das Wetter war herrlich und wir waren auf das Strand leben nach Feierabend gespannt. In der Tat war die Atmosphäre sehr relaxt. Einen tollen Strand haben die da mit vielen Buden und schönen Parkanlagen. Wir genossen den Abend am Strand und kehrten dann irgendwann zurück. Kralev lernten wir jetzt auch kennen, der gerade das Abendessen zubereitete. Die beiden sind Vegetarier und so gab es dann Salat und leckeres Antipasti. Alles selbst gemacht. Ein Freund von den beiden war ebenfalls dabei. Mann war das lecker! Wir erzählten viel von unseren Ländern. Z.B. dass Bulgarien von drei mächtigen Clans beherrscht wird und die ganzen Hotelanlagen dazu dienen Geld zu waschen. Die Regierung toleriert das, da einige von ihnen in dessen Geschäfte verstrickt seien. Bulgarien hat sehr mit Korruption zu tun. Das beweisen auch die vielen nicht zu Ende gebauten Hotelgerippe. Es ist schon interessant mal einige Informationen der Einheimischen zu erhalten, die Du als normaler Reisender ja gar nicht mitbekommt. Mal wieder die Sprachbarriere.

Am nächsten Tag machten wir Sightseeing und einige wichtige Besorgungen. Nikki hat sich rührend, um uns gekümmert. Wie z.B. das organisieren der Bus-Tickets. Es war ein sehr schöner Tag mit ihr. Nikki und Kralev sind in einem sogenannten Social-Center tätig, wo sich Jung und Alt treffen. Wir wurden dazu eingeladen und konnten abends dann dazukommen wenn wir wollten. Wir sind dann nochmal runter zum Strand, um den beiden auch mal etwas Privatsphäre zu gönnen. Gegen 21 Uhr waren wir dann im Kulturhaus. Draußen saßen schon einige Mitglieder und tranken Bier, zupften ein wenig auf der Gitarre rum und begrüßten uns freundlich. Nikki und Kralev waren noch nicht da. War aber auch egal, da die Jungs und Mädels neugierig waren, woher wir kamen und wohin wir gehen. Wir saßen alle draußen. Das Leben spielt sich abends sowieso draußen ab. Ich schnappte mir die Gitarre und schon ging es rund. Wir sangen, ich gab etwas Gitarrenunterricht ( obwohl ich sehr lausig spiele) und schon waren wir alle ein Herz und eine Seele. Es war ein geiler Abend, Folks :-)  Musik verbindet einfach. Leider verging die Zeit viel zu schnell bei den beiden.

Am nächsten morgen kam Nikki mit uns zum Omnibus-Bahnhof, um sich zu verabschieden. Schweren Herzens sagten wir:”Good bye.” Wir hoffen, dass ihr eines Tages mal  zu uns nach Deutschland kommt! Der Bus setzte sich in Bewegung und fuhr dann mit uns Richtung türkischer Grenze.

Dann werde ich Euch von den ersten Tagen in der Türkei berichten und wie wir nach Istanbul gelangten, wo schon Ali und seine Familie auf uns warteten.

Und wie immer am Schluß gibt es ein kleines feines Filmchen. Diesmal von Bulgarien:

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In Varna angekommen sind wir einmal quer durch die Stadt geradelt, um zu unseren Quartier zu gelangen. Wir hatten im Vorfeld ein Gasthaus gebucht, welches im Dorf mit dem wohlklingenden Namen  Asparuchovo lag. Da gab es aber noch diese Brücke, die wir überqueren mussten. Die meisten kennen sicherlich die Strecke hinter dem Elbtunnel. Kein Radfahrer würde da rüber fahren. Uns blieb keine Alternative. Der Verkehr rauschte an uns vorbei, rechts die Leitplanke und ein sehr schmaler Seitenstreifen markierte unsere Fahrbahn. Wir haben Blut und Wasser geschützt als wir die ersten Kilometer hinter uns gebracht haben. Ich habe nicht mal gewagt den Blick nach hinten zu richten, um zu sehen, wie weit Jana hinter mir war. Es ging eine halbe Ewigkeit steil nach oben bis ich endlich den Scheitelpunkt erreicht hatte. Nach etwa drei Kilometern kam endlich die ersehnte Ausfahrt rechts raus. Bloß runter hier und auf Jana gewartet, die dann auch wohlbehalten, aber völlig fertig eintrudelte. Immer noch rauschten die Autos an uns dicht vorbei. Im Ort angekommen haben wir verzweifelt das Gasthaus gesucht, aber nichts gefunden. Als ich nochmal mein Tablet rausholte bemerkte ich den Fehler. Es gab noch einen Ort mit genau dem gleichen Namen. So eine Sch….. Es wurde dunkel und wir hatten noch keine Bleibe gefunden. Also auf blassen Dunst los und Augen aufgesperrt. Nach ein paar Minuten hatten wir ein Hotel gefunden, was einen sehr noblen Eindruck machte. Das kann ja teuer werden dachte ich. Völlig durchgeschwitzt  und nicht gerade Salonfähig betrat ich die Empfangshalle. Sehr gediegen mit schweren Holzvertäfelungen, gedämpften Licht und blanken Marmorfußboden trat ich an die Rezeption. Fast schüchtern fragte ich, ob es für zwei müde Radtorreros ein Doppelzimmer gäbe und wie teuer es dann wäre. Die freundliche Dame bejahte meine Frage und knallte mir die Zahl mit ihrem charmanten Lächeln um die Ohren. Ich schluckte, erklärte dass wir arme Long-Distance-Biker sind und ein Fehler bei der Reservierung des Gasthauses unterlaufen sei. Ich zog das gesamte Mitleids-Programm ab. Endlich zeigte es Wirkung und erhielt einen satten Rabatt auf unser Zimmer. Es war zwar immer noch teuer, aber gut wir befinden uns in einer Notlage. Da darfst du nicht zimperlich sein. Also willigte ich ein und ging zu Jana raus, um das Zeichen zum Absatteln zu geben. Das Zimmer glich einer Präsidenten-Suite. Und so haben wir auch geschlafen. Übrigens kostete das Zimmer etwa 50€.

Frisch und ausgeruht fuhren wir am nächsten Tag weiter und wollten Richtung Burgas. Es war mörderisch heiß und sofort ging es von 6m über normal Null auf 300m steil nach oben. Nach einem Blick auf mein GPS erschrak ich, dass es die nächsten 50km nur so weiterging. Was nun ? Nach einer kurzen Erklärung haben wir beschlossen zum Ausgangspunkt runter zu rollen und dort mit dem Zug oder einem Auto nach Burgas zu fahren. Unten angekommen erblickte ich einen Mann in meinem Alter, der ein Pick-up Wagen fuhr. Das war so ein Typ, der irgendwie sympathisch auf mich wirkte. Ich erklärte kurz die Sachlage und der Kerl hat sofort sein Handy heraus geholt und einige Telefonate geführt. Danach gab er uns zu verstehen, dass es nicht sein Lieferwagen sei, aber sein Kumpel uns nach Burgas fahren könnte. Wir machten einen Zeit- und Treffpunkt aus, wo sich unser Schicksal :-)  entscheiden sollte und sein Kumpel dann dabei sei, um die Kosten auszuloten. Burgas lag ungefähr 130 km entfernt. Wir tauschten die Telefonnummern und hatten etwa zwei Stunden Zeit, um den Treffpunkt in Varna zu erreichen. In der Zwischenzeit bekam ich eine Mail von Nikki, die wir über Warm-Showers angeschrieben haben. Wenn wir wollten könnten wir ein paar Nächte dort bleiben. Das kam ja wie gerufen dachte ich, falls wir uns mit dem Transport nicht handelseinig sind. Das dumme war nur, dass wir wieder über die Autobahnbrücke mussten. Was soll’s, Augen zu und rüber. Zurück ging es einfacher als erwartet. Am Treffpunkt angekommen hatten wir noch reichlich Zeit. Zum Glück hatten wir ein schattiges Plätzchen. Pünktlich trafen dann unser Mittelsmann und sein Kumpel ein. Nachdem wir ein paar Nettigkeiten ausgetauscht haben ging es dann los. Uns würde eine Rechnung dann eröffnet, wo uns hören und sehen verging. Insgesamt wollten die Herrschaften 150€ für den Ausflug haben. Im Endeffekt habe ich nur gedacht, OK Leute, wenn ihr glaubt, dass wir auf so eine Abzocke rein fallen habt ihr Euch gründlich getäuscht. Ausserdem hatte ich ja noch den freien Übernachtungstrumpf im Ärmel. Ich meinte nur, dass ein Mietwagen in der Combiklasse bei 29€ liegt und dann nur das Benzin hinzukommt. Kaum ausgesprochen, verzogen sich die beiden, die auch sehr beleidigt wirken. Tja Leute so kann es auch kommen. Mag sein, dass es auf einige vielleicht naiv wirkt, aber auf so einer Tour sind es genau diese Momente, wo wir dazu lernen und Du vorher nie weißt, was dann geschieht. Also haben wir Nikki angerufen und einen Treffpunkt (schon wieder) direkt in der Altstadt vereinbart. Wir wußten zwar immer noch nicht, wie wir weiterkommen sollten, aber das war in diesem Moment auch nicht wichtig. Wir haben ja gelernt, dass es immer wieder Gelegenheiten gibt, um Lösungen zu finden. In der nächsten Geschichte berichten wir über die Gastfreundschaft von Nikki und Kralev und vielen Bulgaren, die wir dann kennenlernen durften.

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Nachdem wir uns von unser Gastfamilie in Constanta verabschiedet haben ( man war das herzlich) und Christian seinen Sattel repariert hatte machten wir uns auf gen Süden an halsbrecherischen Straßen vorbei bis zur Grenze nach Bulgarien. Christian hatte breits vor der Reise gedroht hier Urlaub machen zu wollen. :-)  Nach kurzen Recherchen im Internet war uns schnell klar, dass wir nicht zur Goldküste wollten ( der Ballermann Bulgariens) und jenseits des Massentourismus uns ein paar nette Tage gönnen möchten. Da ist Christian die Küste von Shabla und Kavarna aufgefallen, wo es eher Individualisten (wir sind ja sowas von (Indi) hinzieht. 3 Tage erstmal gebucht, hingeradelt und oh Schreck, was geht denn hier ab? Der Vermieter kam uns entgegen und begrüßte und mit den Worten:”Die Appartements sind alle vermietet, tut mir leid, aber ich habe einen Kumpel, der genau so schöne hat. Alles zum gleichen Preis.” Na Meister, dachte ich, das ist kein gelungener Start und bevor wir drei Tage mitspielen will ich die Hütte erstmal sehen. Die zweihundert Meter ist er doch tatsächlich mit dem Auto gefahren und wir hinterher. Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Hütte angeschaut, waren nicht gerade begeistert, dann gehandelt und für einen Tag bezahlt. Für eine Nacht dachten wir ist das in Ordnung, Internet hast Du auch und wir organisieren uns etwas anderes. Er musste dann auch schnell wieder los. Der Kerl hat seine Anzeige mit den Ferienwohnungen bis heute drin und geht mit den Interessenten in ein anderes Haus. Das stinkt zum Himmel! Na ja, also nachdem ich das richtige Passwort aus ihm heraus gequetscht hatte ( über Telefon) konnte ich uns etwas anderes buchen. Wir haben nun so eine Hammer-Hütte  direkt am Strand von Kavarna. Kavarna ist in Bulgarien bekannt durch das zweitgrößte Rock-Concert in Bulgarien. Heute ist der erste Urlaubstag und wir haben ihn total genossen. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und sehr schöne Badebuchten. Leider noch etwas frisch zum Schwimmen. Es fühlt sich unheimlich schön an mal wieder eine Wohnung zu beziehen. Sei es auch nur für vier Tage. Privatsphäre ist Klasse und wieder selbst am richtigen Herd zu kochen einfach fantastisch. Wir kochen beide eine Mahlzeit nach der anderen. Einfach leckerer als die einfachen Gerichte mit dem Camping-Gas-Kocher. A pro po Essen. Jetzt gibt es lecker Futter. Also bis zum nächsten Mal.

An dieser Stelle ganz herzliche Grüße an Till, der auf den Weg nach Istanbul ist.Wir sind ein kleines Stück des Weges zusammen gefahren und haben uns über das Reisen intensiv unterhalten. Alles gute für dich mein Lieber.

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Seit 14 Tagen sind wir nun in Rumänien. Dieses Land ist sehr spannend. Starke Kontraste, zwischen Arm und Reich. Gerade die Randgruppen werden hier mit großem Argwohn betrachtet und oftmals feindselig behandelt. Wir sind schon durch unsere Kleidung und mit unserem Rädern aufgefallen. Sofort wurde das Verkaufs- oder Bettelprogramm ausgepackt, um uns ein paar Lei aus den Rippen zu leiern. Der ein oder andere von Euch wird das vom Urlaub kennen. Auch die eigene Bevölkerung verschanzt sich hier hinter hohen Mauern oder wird vom Security Service bewacht. Zelten in der Nähe von Städten oder Dörfern wäre uns auch zu gefährlich gewesen. Das Risiko ausgeraubt zu werden einfach zu hoch. Vor ein paar Minuten ist uns erst etwas merkwürdiges widerfahren. Ein Kerl kam auf uns zu und fragte ob wir Germania oder Englisch sind. Ich antwortete:”Englisch”. Dann druckste er rum und meinte etwas von Chips (anderes Wort für Drogen). Wir winkten gleich ab und wollten weiter. Plötzlich tauchten zwei Kerle aus der Versenkung vor uns auf und zogen fuer einen Bruchteil einer Sekunde (angeblich) ihre Polizeimarken hervor. Auf einmal befanden wir uns in einem Verhör. Jeder der Anwesenden sollte seinen Pass zeigen. Auch mein Arm wurde sofort nach Einstichen abgesucht. Als ich den Arm wegzog und nochmal nach den Marken fragte und Jana zu verstehen gab, dass wir den Kerl gar nicht kennen, merkten die beiden, dass bei uns nichts zu holen war. Wir durften gehen und der Hehler wurde abgeführt. Wir glauben, dass dies alles ein abgekartets Spiel war, um Touristen abzuzocken. Tja und auch das ist ein Stück Rumänien.

Wir sind mit den Menschen hier warm geworden und jeder hatte eine spannende Geschichte zu erzählen. Die Hilfsbereitschaft war sehr angenehm. Ein paar freundliche Worte öffnen uns oftmals die Herzen der Menschen. Die Verständigung klappt meistens in einem Mix aus Italienisch, Deutsch(siehe Siebenbürgen Transsylvanien) oder bei den Jüngeren auch in Englisch. Oder Pantomime. :-) Ein paar Brocken Rumänisch eröffnete uns auch das Wohlwollen der Bevölkerung. Es gab Tage, wo wir uns wunderbar auf dieses Land  einlassen konnten oder auch eben nicht. Es ist jedesmal eine Herausforderung, egal wo wir uns befinden. In noch keinem anderen Land wurde ich emotional so durcheinander geschüttelt wie in Rumänien. Auf die Palme haben mich die Autofahrer gebracht. Einmal wurde ich sogar gerammt. Von Vorne! Gerade die Menschen mit ihren PS Starken Westautos geraten ausser Rand und Band hinter dem Steuer. Da sind mir die Pferdefuhrwerke wesentlich sympathischer. :-) . Das Thema Straßenhunde ist hier ein Dauerbrenner und ein echtes Problem. Es sind mittlerweile so viele geworden, dass die Regierung die Erlaubnis gegeben hat die Tiere nach 14 Tagen zu töten, wenn die Hunde nicht vermittelt werden können. Es gibt Hundefänger, die damit ein gutes Geschäft wittern, weil es Prämien für getötete Hunde gibt. Da fehlen mir die Worte für diese kurzsichtige Vorgehensweise.

Die Landschaft in Rumänien ist unglaublich schön und auch (noch) wild. Es gibt sogar Bären und Wölfe hier. Das Donau Delta ist voll von Wasservögeln und Fischen. Ich hoffe, dass dies noch lange währt, denn Umweltschutz ist hier noch krasser Aussenseiter. Es fehlt einfach das Verständnis für die Zusammenhänge von Lebensräumen, da die Existenzfrage nun mal Vorang hat. Wir freuen uns nun auf Bulgarien….

Zum Schluss noch ein Aufruf an unsere Leser (wir haben mittlerweile 8000 Clicks seit 1. März, vielen Dank dafür). Möchtet ihr lieber mehr Daten, also geradelte Kilometer, Radpflege, Kosten etc. zu unserer Tour oder lieber Geschichten, die während der Tour geschehen? Für Anregungen sind wir natürlich auch offen.

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Wir kamen in Constanta mit dem Zug an, blieben zwei Tage und machten uns am 1. Mai auf den Weg ins Donau Delta. Zum ersten mal machten wir mit dem rumänischen Massentourismus Bekanntschaft als wir durch das künstlich geschaffenen Landstrich Maimar radelten. Mein Gott ist das eine Betonburg mit vielen Hotels, die zumeist einen Namen aus bekannten Ferienecken der Welt trugen. Der Ballermann Rumäniens breitete sich vor uns aus. Vieles ist noch im Bau und noch mehr Dekorationen pflasterten die Strandpromenade. Die Autos schobennsich Stoßstange an Stoßstange die einzige Hauptstrasse hinauf. Erholung pur :-) . Natürlich alles für den zahlenden Kunden. Etwa zwei Stunden später waren wir draußen und eine wunderbare Landschaft mit sanften Hügeln, Raps- und Kornfelder rollten ihren Teppich links und rechts des Weges aus. Wir fuhren durch Dörfer, in denen vielfach das Bild von Pferdefuhrwagen und sehr einfach gebauten Häusern ( aus Lehm und Wellblech) das Bild dominierten. Hin und wieder sprang ein Hund auf die Straße und versuchte uns am Hosenbein zu erwischen. Jana hat für solche Fälle eine Trillerpfeife dabei und ich brülle entweder den Hund an oder wenn ich vorher diesen sehe, versuche ich beruhigend auf ihn einzureden. Die meisten Hunde sind aber friedlich. Die haben hier ein ganz anderes Verständnis, wie mit Haustieren umgegangen wird. Aufklärung (Kastration und Haltung) wäre hier echt von Nöten. Kühe, Esel oder Pferde werden einfach angepflockt und da stehen sie dann den lieben langen Tag. Die Dorfbewohner winken oft und rufen meistens Guten Tag hinter uns her. Jedes Dorf hat einen Minimarket, wo das Nötigste zu kaufen ( vor allem Alkohol) ist. Wenn wir uns etwas zu trinken holen, werden wir oft angesprochen, aber eine Unterhaltung ist ja nicht möglich, bei unseren bescheidenen Rumänisch-Kenntnissen. Es sind meistens immer die gleichen Floskeln. Wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin und was für verrückte Räder habt ihr da….

Auf den Weg nach Tulcea übenachteten wir direkt am Schwarzen Meer an einem sehr schönen Fischrestaurant. Da erster Mai war steppte hier der Bär. Ich ging hinein und fragte, ob wir auf dem Grundstück unsere Zelte aufschlagen dürfen. Jau kein Problem. Direkt hinter einer kleinen Open Air Bühne knallten wir unsere Heringe in den steinigen Boden. Ein kleiner Tierpark markierte die Grenze zu unserem Zelt. Mücken waren hier besonders hartnäckig und es juckt jetzt noch. Um 21.00 Uhr war Feierabend. Totenstille trat ein. Es tut immer gut wieder draussen zu sein und vom Wind und den Tierlauten in den Schlaf gewogen zu werden.

Am nächsten Tag mampften wir unser Müsli und fuhren weiter. Es gab immer mal wieder lang ansteigende Wege, die aber gut zu schaffen waren. Die Abfahrten waren der Knaller. Mit gut 50km/h sausten wir runter. Am diesen Abend hatten wir eine besonders schöne Location zum Campen. Von hoch oben blickten wir auf ein Tal, welches von Rapsfeldern übersät war. Etwas unheimlich sind die herumliegenden Knochen gewesen, die ein Stück weiter unten lagen. Hier in Rumänien ist es nichts ungewöhnliches, wenn Tierkadaver ( meistens Rinder) in der Landschaft verwesen. Am nächsten morgen kam eine große Herde von Schafen und Ziegen auf den Hügel und zog an uns vorbei. Ein tolles Schauspiel war das. Diesen Tag erreichten wir Tulcea unser auserkorenes Ziel. Hier wollten wir ins Donau Delta. Die Stadt selbst ist Potthässlich und nicht unbedingt erwähnenswert. Wir organisierten uns ein paar Tickets für den Catamaran und fuhren nach Periprava, was direkt an der Grenzen zur Ukraine liegt. In Periprava wartete eine Hütte auf uns, welche wir von einem Mitglied von Warm-Showers ( eine Superplattform für Biker in der ganzen Welt) bekommen hatten. Mein lieber Schwan, was für ein Dorf. Schlamm, riesige Pfützen, Rinder, Pferde und alle möglichen Haustiere liefen überall herum. Was uns im Donau Delta erwartete schreibe ich das nächste mal. Bis dahin la revedere !

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Mit fliegenden Fahnen sind wir dann per Bahn von Belgrad aus gestartet. Wir hatten auch unsere beiden Schutzengel, Ekle (Zahnarztstudent 22) und Ayla (Medizinstudentin 21) an Bord, die fleissig für uns übersetzt haben. Im völlig ueberfüllten Zug quetschten wir uns samt den Rädern auf den Flur eines Abteils. Die Zugpassagiere mussten sich tief bücken, wenn sie uns vorbei wollten. An der Grenze in Vrasc (serbische Seite) war Endstation und wir mussten alle raus. Stress pur war angesagt. Jana stand unten am sehr schmalen Bahnsteig und ich versuchte das Gepäck und die Räder so schnell es eben ging aus dem Zug zu befördern. Nachdem flugs alles wieder am Platz auf den Rädern war, schoben wir die Drahtesel über die Schienen. Der Zug war schon da. Das erhöhte unser Adrenalin und mit einer letzten Kraftanstrengung wuchteten wir mit Hilfe rumänischer Reisenden die Räder in den Zug. Ein wenig später erschien dann auch der Zoll und kontrollierte Ausweise und Waren. Alles paletti bei uns. Aber dann… Als der Schaffner nach den Zugtickets fragte zuckte ich mit den Schultern. In Serbien hatten wir merkwürdigerweise auch kein Ticket für die Räder. Da werden solche Sachen normalerweise unter der Hand geregelt. Tja was nun.  Sofort begann eine lebhafte Diskussion, wie die Lösung aussehen kann. Wir waren ja bereit die Tickets zu erwerben nur hatten wir noch keine Währung getauscht. Wie denn auch? Ein anderer Rumäne wollte schon für uns zahlen. Der Schaffner wiederum wußte nicht, welcher Preis für Fahrräder gelten. Er bat uns draußen zum Schalter zu gehen und dort die Tickets zu holen. Das hat die Zollbeamten auf den Plan gerufen, denn die hatten ja ihren Job bereits erledigt. Eine nette junge Begleitung und ich gingen eskortiert von vier Zollbeamten zum Schalter und die gleiche Leier ging von vorne los. Ich lachte mich innerlich schlapp, versuchte aber einen ernsthaften Gesichtsausdruck zu bewahren. Schaut Euch mal das Foto von der Grenze an. Wie in einem Spionagefilm… Na ja, die Dame wusste auch nicht weiter. So gingen wir ohne Tickets hinein und der Zug setzte sich in Bewegung, nachdem noch hin und her diskutiert wurde und die jungen Rumänen sich für ihr Land in bestem Englisch entschuldigten. Wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft von dort an. Nach gut einer Stunde Bahnfahrt kam dann der Schaffner Freude strahlend auf uns zu und über gab uns über glücklich die Tickets. Wir zahlten in Dinar und alle waren glücklich. Ein netter Herr im Zug hat sich bereit erklärt die Währung in Lei zu tauschen. Happy End! Nochmal ein herzliches Multomesc (Danke) an alle Beteiligten. Spät am Abend so gegen 22.30 Uhr kamen wir in Timisoara an. Unsere beiden Studenten organisierten uns noch Tickets für die Weiterfahrt nach Constanta über Bukarest. Es sollte eine Nachtfahrt werden, jedoch ohne Radtickets. Egal, erstmal schlafen und wir regeln das schon. :-) Wir hatten also zwei Übernachtungen in einem Hostel und konnten uns Rumänien von der Touristen Seite aus nähern. Wir waren müde aber glücklich als wir in die Betten fielen.

Am nächsten Morgen sahen wir die drittgrößte Stadt Rumäniens bei Tageslicht. Auf den ersten Blick wirkt vieles baufällig. Doch vielerorts wird renoviert, restauriert und investiert. Es war Sonntag und wir machten uns auf das Zentrum zu besuchen. Das fantastische Wetter lockte sehr viele Menschen heraus. In den Parks wurde Schach gespielt, Liebespaare kuschelten auf den Parkbänken und an den öffentlichen Wasserbrunnen wurde getrunken. Das Leben war heute leicht und das spürte ich. Diese Stadt hat einen besonderen Charme mit ihren vielen Strassencafes und dem relativ wenigen Autoverkehr. Religiöser Mittelpunkt war eine orthodoxische Kirche, die viele Gläubige angelockt hat. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich, wie hier gebetet wird. Auffällig war auch, dass alle Altersgruppen rege am Kirchenleben teilnahmen und sogar für nicht Beteiligte von dieser Atmosphäre ergriffen wurden. Diese Kirche war wahrlich ein Ort der Einkehr. Diese Stadt hat sich in unser Herz eingeschlichen und die zwei Tage vergingen wie im Flug. Wir freuten uns auf die noch kommenden Eindrücke von Rumänien. Bevor der Nachtzug um 22.15 Uhr startete kaufte ich noch zwei Tickets für die Räder.

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Ich freute mich schon auf meinen ersten Stempel (hey ich bin nun mal Deutscher) :-)  im Reisepass und sagte artig Guten Tag zum Zollbeamten. Ich fragte ihn nach der Kontrolle, was Danke auf serbisch heisst. Der entgegnete mir nur, dass er mir ein paar dreckige Schimpfwörter beibringen werde. Na danke schön. Toller Witz, worüber ich nicht lachen konnte. Und der Stempel war so gut wie nicht zu erkennen. Das fängt ja gut an. Schon während des ersten Ortes, welches wir durchradelten lies sich erahnen, wie arm Serbien ist. Ist ja auch keine Schande, doch der Verfall und die Umweltverschmutzung (Müllberge mitten an der Donau, wo Menschen angeln) gehen hier Hand in Hand. Auf der ganzen Reise habe ich selten solche Muellberge in den sensibelsten Lebensräumen gesehen. Selbst die Störche bauen ihre Nester mit Plastikmüll. Auch die Luft ist erfüllt von ungefilterten Autogasen. Mit einer Affen Geschwindigkeit zischen die Autos an uns vorbei und wenn nicht genug Platz ist, wird der Radler einfach abgedrängt. Was war ich froh, dass ich einen Rückspiegel hatte und rechtzeitig Jana warnen konnte. Es war abenteuerlich. Wir trafen noch am gleichen Tag in Novi Sad ein. Hunde fraßen gerade ein Kaninchen, welches über fahren war, Roma vegetierten auf Müllkippen dahin. Der Anblick war schon krass. Unser Hostel war dagegen Klasse und wir hatten einen sauberen Platz zum Schlafen. Wir blieben zwei Nächte, da es am nächsten Tag aus Kübeln schüttete. Also schauten wir uns die Stadt an. Die Menschen haben kaum gelächelt und nirgends habe ich Lachen vernommen. Es war schon unheimlich. Dies hat sich durch ganz Serbien gezogen. Es war wie bei Tim Taler (der Junge, der sein Lachen verkauft hat). Wir hätten auch gerne etwas Grünes gegessen. Doch hier bestimmt Fleisch die Speisekarten. Mit der Verständigung war es schwierig, denn hier wird selten Englisch gesprochen. Auch wenn einer der Meinung war er spricht es, kann ich nur mit den Schultern zucken. Eine für mich merkwürdige Wahrnehmung von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft haben wir erfahren. Da wo Hilfe nötig war wurde sie uns verwehrt und teilweise wurden einige Sachen komplizierter, wo keine Hilfe gewünscht ist. Wir sind bis nach Belgrad geradelt, um uns in den Zug zu setzen und nach Rumänien sprichwörtlich abzuhauen. Das haben wir dann auch getan.

Es gab auch schöne Begegnungen wie zum Beispiel Helen und Mary aus Wales. Sie fuhren mit ihren Rennrädern von Istanbul und wollten nach Deutschland. Sie wiederum warnten uns vor den Rumänen. So hat jeder seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Manchmal passt es einfach nicht. An dieser Stelle noch einen herzlichen Gruss an die Familie aus Rellingen, die neben uns am Tisch saß. Einfach unglaublich, dass wir Landsleute getroffen haben. Alles Gute für Euch.

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Kroatien war wunderbar
April 222014

Nach unseren interessanten Begegnungen im Naturreservat Kopacki rit ging es weiter Richtung Vukovar. Es ist nicht zu über sehen, das Kroatien (wir sind im Grenzgebiet zu Serbien) ganz schön auf die Mütze bekommen hat und viele Einschusslöcher in den Gebäuden auch heute noch zu sehen sind. Ich finde es bewundernswert wie die Bevölkerung die Ärmel hochkrempelt und ihr Land wieder aufbaut. Die Landschaft ist wahrlich sehr schön und abwechlungsreich. Die Menschen, die wir hier antreffen sind durch die Bank weg hilfsbereit und sprechen fast alle Englisch. Die Begegnungen mit den jungen Menschen oder auch die in unserem Alter machen mich nachdenklich. Ich traf zum Beispiel eines Abends einen jungen Mann (30 Jahre), der genau wie ich Fan von Sonnenuntergängen ist. Er fragte mich ob ich ein Professional Fotograf sei. Er dachte wohl wegen meines Stativs und der Spiegelreflexkamera, dass ich nicht nur Schnappschüsse mache. Ich verneinte und schon kamen wir ins Gespraech. Er würde gerne nach England gehen und dort viel Geld verdienen. Ich fragte, was er denn arbeitet oder was er gut kann. Er sei bei der Security und gelernt habe er auf einer Handelsschule. Er hat ein Auto, Haus und seine Familie. Es sei aber alles so langweilig und wir im Westen würden viel besser leben als er. Tja Leute, wo soll das noch hinführen, wenn diese jungen Leute dieses Bild von uns im Kopf haben. Die sehen eben nur die Oberfläche und nicht die Schattenseiten, die unser Kapitalismus mit sich bringt. Und dieser junge Mann ist auch kein Einzelfall. Für mich spiegelt er die aktuelle Situation von vielen jungen Menschen wieder, die glauben im Westen (was für eine blöde Bezeichnung, mir fällt nichts bessere ein) läuft es einfacher.

Diesen Abend hatten wir unser Lager an einem Weinberg aufgeschlagen. Es war mal wieder Idylle pur. Der Tag hatte uns ganz schön geschwächt, denn es gab fiese Steigungen  (8%) auf dieser Strecke. Als wir schlafen wollten hörten wir beide ein Auto, welches unseren Lichtschein im Zelt bemerkt hat. Der Motor lief noch, doch die Scheinwerfer erloschen als wir blitzartig unsere Lichtquellen ausmachten. Es war eine angespannte Stille und zum ersten mal seit dieser Reise holte ich mein Pfefferspray aus der Tasche. Wir lauschten angestrengt in die Dunkelheit. Minutenlang geschah absolut nichts. Wir waren echt müde, trauten uns aber nicht einzuschlafen. Ich machte dann die erste Zelttuer auf und schaute heraus. Der Wagen war weg. Es dauerte nicht lange als wieder ein Wagen an der gleichen Stelle hochfuhr. Mann das gibt es doch nicht. Dieser hatte aber die ganze Zeit Licht an und der Motor lief pausenlos. Von wegen alleine da draussen. Wir hatten wohl einen Plartz erwischt, den hin und wieder Pärchen aufsuchen. :-)  Also entspannen und schlafen. Es gibt nicht ätzenderes als am nächsten Morgen müde loszuradeln.

Wir kamen in Ilok an, welches den Sprung ins Nachbarland zu Serbien markiert. Wow was für ein schoenes Städtchen mit einer tollen Burganlage, die gerade restauriert wird. In einem kleinen Park machten wir eine Mittagspause und sprachen über den vorherigen Verlauf dieser Reise. Wir räumten auch einige Dinge aus dem Weg, die uns daran hinderten uns vollkommen auf diese Reise einzulassen. Denn es stauen sich während dieser Wochen doch Gefühle an, die nicht schnell verarbeitet werden können. Ihr glaubt gar nicht liebe Leser wieviele Eindrücke, Gefühle und Gedanken während dieser Art des Reisens sich im Kopf ausbreiten, was teilweise schwer zu verarbeiten ist. Es war eine lange Unterhaltung, wo auch ein paar Tränen geflossen sind. Es tat gut, was sich danach abzeichnete und dann sich im Bewusstsein festsetzte. Seitdem setzen wir uns vielmehr mit unserer Reise und dem erlebten auseinander, was uns beiden Halt gibt. Jana ist seit dem Tag in Ilok wesentlich entspannter.

Wir wollten diesen Augenblick gebührend feiern und wie es der “Zufall” so will sprang mir ein Hotel ins Auge, was sehr nett aussah. Wir gingen beide rein und fragten nach einem Zimmer und dem Preis. Der Bursche an der Rezeption war super drauf und machte uns einen tollen Preis. Der Schuppen war sehr geschmackvoll eingerichtet mit einem Innenhof und einem tollen Garten. Das Zimmer war bisher das Schönste, welches wir bezogen hatten. Leute merkt euch den Hotelnamen Villa Iva in Ivok. Ein absoluter Geheimtipp, falls ihr den Velo 6 radeln wollt. Das Essen ist total lecker und alles frisch. Wir verließen etwas schweren Herzens diese wundervollen Ort und machten uns gen Serbien auf. Das wird leider kein schönes Kapitel. Aber lest selbst…..

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Naturpark Kopacki rit
April 202014

Ein wunderschöner Ostersonntag und wir besuchen heute den Naturpark Kopacki rit. Das Gebiet gehört mit zu den größten und wichtigsten Sumpfgebieten in Europa und ist reich an Tier- und Pflanzenwelt. Früh morgens verlassen wir unseren Campingplatz um unsere Sachen schon zur nächsten Unterkunft zu bringen. Die Vermieter sind leider alles andere als erfreut uns schon um zehn Uhr morgens zu sehen, obwohl wir uns schon so früh angemeldet hatten. Naja es war dann recht fix alles geklärt, wir wollten ja nur unser Gepäck abstellen. Frisch und munter radelten wir dann Richtung Park. Allein auf dem  Weg dorthin (ca. 10km) gab es einiges zu sehen z.B. eine kleine Schaf- / Ziegen-/Eselherde wurde gerade von einer Wiese auf eine andere Seite getrieben. Die kleinen Lämmer sprangen wild durch die Gegend, rannten immer kreuz und quer. Die beiden Hunde des Schaefers, wobei der eine Hunde ein Dreibein war, hatten viel zu tun um die ganze Gesellschaft auf die gewünschte Wiese zu bekommen. Welch ein Schauspiel.

Im Park angekommen haben wir so etwas wie ein Eintrittshaeuschen erwartet, davon stand zumindest etwas im Internet. Mh gefunden haben wir aber nichts, also konnten wir gleich weiter durch das Tor hinein fahren. Kaum das wir ein paar Meter gefahren sind hatten wir auch schon Gesellschaft. Zwei Hunde die vorher entspannt auf der Wiese lagen waren  ab dem Zeitpunkt unsere ständigen Begleiter. Wem sie gehörten….keine Ahnung, zumindest waren es keine wilden Hunde, da beide sehr gepflegt aussahen und auch Halsbänder hatten. Nun gut, dann radelten wir jetzt also als Kleingruppe.

Gleich von Anfang an konnten wir die ueberschwemmten Wiesen mit vielen Fischreihern und Enten bewundern. An einem kleinem See befand sich eine ganze Kolonie von Kormoranen, welche ein ordentliches Spektakel veranstalteten. Wir hätten dort auch eine Bootstour machen können aber leider stand nur ein Motorboot zur Verfügung, dass passte jedoch nicht in unser Gefühl für Stille und Natur. Also ging es weiter mit dem Rad. Unsere zwei Begleiter hatten inzwischen selber für Gesellschaft gesorgt und einen kleinen Streuner mit in unsere Gruppe aufgenommen….nun waren wir schon zu fünft :-)

Durch den Park führte eine asphaltierte Straße welche auch fleißig von einheimischen Autofahrerern genutzt wurde, weitere Radler sahen wir nicht. Irgendwann konnten wir jedoch abbiegen und auf einem Damm weiterfahren, herrlich endlich hatten wir mal unsere Naturstille. Überfall wurde geschnattert, Vogelgezwitscher und auf einmal auch ein merkwürdiges Schnauben war hinter uns im Sumpf zu hören. Wir schauten ganz interessiert in Richtung Schilf und sahen eine Rotte Wildschweine mit ihren Frischlingen sich einen Pfad durch den Sumpf stampfen. Ein Glück pilgerten sie in eine andere Richtung. Christian und ich hatten wohl beide unwillkürlich den Atem angehalten und hatten unsere Räder schon fahrbereit. Auch unsere Hundebegleiter blieben dicht bei uns, sonst waren sie zwischendurch schon mal auf Hasen- oder Entenjagd. Oh welch ein Erlebnis. Ein Stück weiter saßen große Vögel auf dem Weg, beim näher kommen entpuppten sie sich als Schwarzstörche, wunderschön. Wir haben auch noch Adler gsehen und viele Tiere die wir nicht genau einordnen konnten.

Während der ganzen Zeit haben wir keinen Menschen gesehen, die fuhren wohl alle mit dem Auto. In unserer Mittagspause machten wir uns schon Gedanken wie wir denn die Hunde später loswerden sollten. Das Problem erledigte sich plötzlich aber von alleine. Ein österreichisches Radlerpärchen aus unserem Guesthouse überholte uns….tja und schwups hingen die Hunde den beiden an den Reifen. Manche Probleme lösen sich auch mal von allein.

Der Naturpark ist einzigartig von Natur- und Tierwelt, wir haben nur ein bischen vom Park gesehen aber er ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Dobar dan – Croatia
April 192014

Schon während der Grenzüberschreitung wurden wir von den Grenzbeamten der kroatischen Seite herzlich willkommen geheissen. Das ist immer ein schönes Gefühl, wenn wir in ein Land kommen, was uns herzlich empfängt. Das auf eine Art und Weise, die authentisch wirkt. Schon das Schild strahlt eine gewisse Lebenslust und Leichtigkeit aus. Wir sind im Land der Winnetou-Filme und der tausend Inseln. Ein paar Kilometer später nimmt uns sogleich der Velo 6 in Empfang und wir folgen ihm brav. Es ist bereits spät am Abend und so halten wir Ausschau nach einem Zeltplatz. Weite Ackerlandflächen so weit das Auge reicht umrahmten die Szenerie. Auf einer Zufahrtsstraße zu den Äckern hielten wir plötzlich an und trauten unseren Augen nicht. Etwa 20 Stück Rotwild trabten vor uns davon. Ein wahrlich erhabener Augenblick. Leider konnten wir die Kamera nicht so schnell herausholen, da wir einfach nur sprachlos schauten. Nach diesem Naturschauspiel schlugen wir das Lager auf einem Seitenstreifen auf. Es waren nur noch ein paar Farmer unterwegs, die uns immer freundlich grüßten, wenn sie an uns vorbei fuhren. In der Nacht gab es mal wieder eine tolle Soundkulisse von allen möglichen Tieren, die nachts aktiv sind. Auch morgens, wenn die Vögel erwachen ist es immer toll. Dazu gesellten sich ein paar lauthals quackende Kröten oder Frösche. Einfach fantastisch. Wir können damit immer gut schlafen. :-)  . Wir sind nun mal Landeier. Am nächsten morgen, nachdem wir alles gepackt hatten fuhren wir Richtung Beli Manastir. Nach ein paar Kilometern hörte ich (Christian) ein kurzes Bellen, dachte mir aber nichts dabei, da hier oft Hunde unterwegs sind und bellen. Ich vermisste nur Jana, die aus dem Blickfeld verschwunden war. Nach ein paar Minuten sah ich sie in Begleitung eines kleines Welpen. Der kleine Racker hatte sich entschieden Jana als Mutti anzusehen und trottete ihr laut fiepend und winselnd hinterher. Na das kann ja heiter werden. Mitten in der Pampa mit einem kleinen Hund. Erstmal ein Würstchen für den Kleinen und beratschlagen, was mir nun mit dieser Aufgabe anfangen sollen. Auf gar keinen Fall die Flucht antreten war der erste Beschluss. Vielleicht ist er nur davongelaufen und wird in den Nebendörfern vermisst. Im Schlepptau mit Bello fuhren wir langsam zu einer Farm, die eher einem Hochsicherheitstrakt glich. An einer Gegensprechanlage schilderte ich im englischen, der Dame am anderen Ende unser Problem. Sie meinte, dies sei nicht ihr Problem und es dürfe sowieso nichts aus dieser Anlage rein oder rausgebracht werden. Auf einmal war völlige Funkstille. Wir kehrten der Hühnerfarm den Rücken. Ich habe innerlich geflucht, wie ignorant Menschen doch sein können, wenn es um Leben geht. Passte aber zu dieser Zuchtfarm. Und den Mist essen wir auch noch. Nach einigen Kilometern sahen wir ein Dorf und fuhren quer feldein, um den Kleinen vor den Autos zu schützen. In der Nähe des Dorfes sah ich in der Ferne einen Mann mit einem Hund. Das ist unsere Chance dachte ich und trat in die Pedale. Er sprach etwas Englisch und verstand, worum es ging. Ein weiterer Mann gesellte sich zu uns, dem weitere Hunde folgten. Die beiden unterhielten sich und schnell war klar, dass Interesse an unserem Racker bestand. Nachdem Jana uns eingeholt hatte wurde der Welpe kurzerhand begutachtet und abgetastet. Danach nickte einer der jungen Männer den Kopf und sagte:” she will stay here”. She? In der Tat es war eine Sie! Wir waren total happy und freuten uns sehr über den geglückten Vermittlungsversuch. Aufgabe gelöst. Es zeigte uns mal wieder, dass Menschen, die nicht viel haben und in ärmlichen Verhältnissen leben einen Funken Anstand und Menschlichkeit besitzen.  In Beli Manastir angekommen wollte Christian eine Simcard für das Internet kaufen. Bereitwillig wurde uns Auskunft zu dem einzigen Computer Fachhandel Auskunft erteilt, der an diesem Ort seinen Sitz hat. Es war Ostersamstag. Es war warm und die Menschen (vor allem Männer) saßen in den Strassencafes und schauten uns mal wieder hinterher. Als ich den Laden gefunden hatte trat ich ein. Ein netter freundlicher Kerl in meinem Alter fragte in seiner Landessprache, was ich möchte. OK ist nur vermutet. Danach sprachen wir im Englischen weiter. So kamen wir in einen netten Plausch und ich sagte ihm, dass auch mal so einen Laden hatte. So ging es hin und her bis ichndie Simcard nahm und den Laden verließ. Nach unserem Besuch beim Bäcker fiel mir auf, dass ich ja gar nicht für die Karte bezahlt habe. Also nochmal hin und mich entschuldigt. Er hatte sich gerade unsere Homepage auf seinem Rechner angeschaut. Ich lasse hin und wieder mal eine Visitenkarte bei mir sympathischen Menschen liegen. Er war total begeistert von unserem Abenteuer. Die Karte ist geschenkt sagte er. Als Osterei sozusagen. Ich war total baff. Wenn das so weitergeht hier in Kroatien, dann wird das nur großartig dachte ich. Und so ging es weiter!

Zum Beispiel in Osijek, welches an der Donau liegt. Als wir die Promenade erreichten trafen wir wieder unsere Radkollegen Frank und Steven, die wir bereits in Ungarn kennenlernten. Die Freude war groß und wir schnatterten alle wild durcheinander, was wir die letzten Tage alles erlebten. Das Erlebte muss einfach raus! :-) . Es war der perfekte Tag. Wir sind in Kroatien so etwas von angekommen.

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Ganze zwei Nächte haben wir in Budapest zugebracht und ehrlich gesagt haben wir das Stadtleben auch gründlich satt. Wir kauften uns ein Zugticket für Pecs. Am Bahnhof gab es noch eine sehr nette Begegnung mit einem Studenten (studiert in Dresden), der ebenfalls auf Long Distance Bike Tour unterwegs war. Eine reine Wohltat sich zu unterhalten, Neuigkeiten auszutauschen und sich alles Gute zu wünschen. Solche Begegnungen geben Kraft und geben das gute Gefühl nicht alleine mit den Sorgen zu sein, die sich während so einer Tour einstellen. Wir werden mit den vollbepackten Rädern schon anders wahrgenommen und manchmal in Gespräche verwickelt, die wir  gar nicht wollen oder höflich Kaufangebote ablehnen. Schwierig ist auch immer dann, wenn dein Gegenüber kein Englisch kann und trotzdem neugierig ist und etwas möchte. Wir werden im Gegenzug aber im Gelassener und lernen mit diesen Situationen umzugehen. Denn es gibt einen grossen Unterschied zwischen den Touris und uns. Wir reisen und haben es meistens selbst in der Hand, entweder Routine einkehren zu lassen oder uns auf Abenteuer einzulassen. Ich behaupte mal, dass Touristen nicht so frei entscheiden koennen und eher bereist werden. So genug philosophiert :-) .

Nachdem Christian unserer neuen Bekanntschaft geholfen hat die Sachen im Zug zu verstauen ging es für uns etwa eine halbe Stunde auch los. Wir rollten aus Budapest hinaus und genossen die Landschaft, die an uns vorueberflog. Am Nachmittag trafen wir in Pecs ein. Sorry, aber diese Stadt ist auf den ersten Blick einfach nur hässlich. Miese Strassen und viele Autos huellten uns mit ihren Abgasen ein. Nur raus hier dachten wir und machten uns auf die Suche nach einem Campingplatz, den wir uns ausgeguckt haben. Am Rande der Stadt hatten wir ihn auch gefunden. Direkt neben einem Lidl und der Hauptverkehrsstraße. Na toll! Ein grosses Tor veriet uns, dass dahinter noch ein Anwesen ist und wir dort nach einem Zimmer fragen können. Und siehe da; der Herr des Hauses lies auch nicht lange auf sich warten. Gefolgt von einem  Herrn mit einer englischen Jagdmuetze und diesen aristokratischen Gesichtszuegen fragte er uns in einem Mix aus Englisch und Deutsch:” Raum oder Tent?” Christian sagte erstmal, “Raum but first I want to take a look.” Knapp angebunden und einem lustigen Kasernenton befahl er uns mitzukommen und die Räder stehen zu lassen. Jana blieb bei den Rädern. Der Aristokrat und ich folgten dem Hausherrn im zackigen Schritt. :-) Beiläufig fragte ich, ob er ein Englishman sei. Volltreffer! Er bejahte. Nachdem ich das Zimmer gesehen hatte ging es mit dem Feilschen los. Er winkte dann ab und zeigte zum Nebengebäude. My wife….. – ah OK das über nimmt dann wohl seine Frau. Also Leute dieser Raum war jenseits von Raum und Zeit. Es war wie aus einem Museum. Aber es war sauber und damit sind wir schon glücklich. Zudem hatte es angefangen zu regnen. Nach den ganzen Formalitäten (etwa 15 Minuten Ausweise zeigen, Preise besprechen, Fragen klären) zogen wir in unser Quartier ein. Am nächsten Morgen sattelten wir die Räder und machten uns auf den Weg nach Mohacs, dem Grenzübergang nach Kroatien. Es fuhren jede Menge Osterferiengaeste aus Österreich und Deutschland an uns vorbei. So sagen auch wir koesoenoem Ungarn. Es war spannend bei Euch.

Fazit Ungarn:

Positiv: sehr gut beschilderter Radweg (Donau-Rad-Weg), teilweise erstklassige Fahrradwege, freundliche Menschen, Thermalquellen,

Nicht so schön: rücksichtsloser Autoverkehr, ohne Rückspiegel lebst du gefährlich

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Budapest
April 172014

Wir haben es geschafft und sind in der groessten Stadt Ungarns angekommen. Fuer mich ist das immer noch unglaublich, nicht das wir in dieser Stadt sind sondern, dass wir mit dem Rad hier sind. Vor uns liegen anderthalbe Tage Grosstadt, mit vielen Menschen, vielen Sehenswuerdigkeiten und viel Donauwasser.

Nach einigem hoch unter runter kurven in der City haben wir dann auch unser Hostel gefunden. Es sieht aus wie ein Relikt aus vergangenen Tagen, inmitten von vielen praktischen Neubauten. Es hat einen kleinen Innenhof mit vielen Kleinigkeiten zum gucken und staunen. Das Klavier was gleich am Eingang stand funktionierte zu Christians Leidwesen nicht, so bleibt also doch erst noch die Ukulele. Unser Apartment lag im ersten Stock, zu erreichen ueber eine Galerie, mit Blick auf den besagten Innenhof. Auch innen drin wirkte alles sehr unkonventionell, ein Mix an Deko aus verschiedenen Epochen und Laendern. Das wichtigste fuer uns war allerdings die Kueche, endlich mal wieder etwas mehr und ein wenig kreativer am Essen werkeln.

Die naechsten anderthalb Tage haben wir uns mit der Stadt und ihren Sehenswuerdigkeiten befasst. Nicht weit von uns befand sich ein Wahrzeichen der Stadt, die Kettenbruecke. Sie wurde erbaut, weil irgendwann ein Herrscher auf dem Weg zu einer Beerdigung eine Woche warten musste um die Donau zu ueberqueren. Manchmal sind es kleine Geschehnisse die grosses bewirken. Grosses bewirkt haben auch die Tuerken, als damals ein Pascher seinen Sitz in Buda hatte. Es gibt viele Baeder / Thermalbaeder in der Stadt, Eines zu besuchen haben wir allerdings nicht geschafft, wir hatten ja auch bereits eins in Mosonmogyarovar besucht.

Es sind in diesen Tagen wieder soviele Eindruecke auf uns hereingeprasselt, es bleibt leider so gut wie keine Gelegenehit auch alles zu verinnerlichen. Wir sind auch von den vielen Sehenswuerdigkeiten etwas muede und freuen uns sehr wieder in “der Stille der Natur” zu sein. Zum Sightseeing kommen die normalen Besorgungen auch ja immer noch hinzu. Wir haben z. B. heute vier Fahrradlaeden nach einem Spiegel fuer unseren Lenker abgeklappert. Christian wollte jetzt unbedingt so einen Spiegel am Bike haben, da er vorgestern doch eine kleine Auseinandersetzung mit einem LKW Fahrer hatte. Manchmal fahren die Autos so eng an uns vorbei, dass uns echt Angst und Bange wird.

Was uns sonst noch so in Budapest aufgefallen ist, ist der starke Kontrast zwischen dem neuen westlichen Einfluss und von dem wie es vielleicht hier mal war. In vielen groesseren Staedten sind mitlerweile riesige Shoppingcenter erbaut, und einige Meter daneben bieten die Einzelhaender ihre Ware ( etwas altmodische Waren)  feil. Dann gibt es auf den Strassen die ganz hippen Ungarn mit Designerklamotten zu sehen und daneben stehen oder knien die Bettelnden, wie vermutlich in vielen Grosstadten oder Lnadesmetropolen.

Wir werden uns morgen wieder auf unsere Bikes schwingen und den Velo 6 ( Donauradweg) in Richtung Sueden weiterradeln.

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Da rollen wir nun in Ungarn ein und sind total happy, dass wir sofort hinter der Grenze einen Radweg vorfinden. Wir sind im flow und unser Guesthouse wartet bereits auf uns. Ein gutes Gefühl macht sich in den ersten Minuten in Ungarn breit. Mal schauen, ob es so bleibt. Wir rollen am frühen Nachmittag nach Mosonmagyarovar ein und die volle Breitseite Konsum liegt wie ein Teppich vor uns ausgebreitet aus. Jana ist ganz aus dem Häuschen als ihre Augen einen Tesco entdecken. Für mich war klar, dass es kein entkommen gibt und wir da shoppen werden. Aber erstmal unsere Unterkunft suchen und das Geraffel (Gepäck) ablegen. Ach ja Geld wäre auch nicht schlecht. Hier wird in der Währung Forint bezahlt. Noch nie gehört? Ich auch nicht. :-)  Als wir das erledigt hatten radelten wir durch den Stadtkern. Es war gut was los hier. Wo war bloß unsere Unterkunft. Mein GPS versagte mir das Routing und so mussten wir uns mühsam von Strasse zu Strasse hangeln. Dabei ist uns nicht entgangen, dass an sehr vielen Ecken blitzblanke Beisserchen von Plakaten uns an strahlten. Es reihte sich hier Zahnarzt an Zahnarzt mit der Aussage für günstig Geld ihre Zahnruine vollständig zu sanieren. Und siehe da, Autos aus den verschiedensten Teilen Europas standen auf deren Parkplätzen. Dieser Ort lebt davon. Ebenso wie die Heilquelle, die hier ein Thermalbad speist zieht tausende von Touris jedes Jahr an. Nachdem wir eingecheckt haben sahen wir uns den Ort ein wenig näher an. Wer mit westlichen Augen hier unterwegs ist wird wohl diesem Ort nicht viel abgewinnen können. Doch Ungarn ist reich an Geschichte in der immer noch die Spuren der Türken zu sehen sind. Byzantinische Kirchen und auch die Badekultur ist zum Teil erhalten geblieben. Auch wir waren am nächsten Tag in so einer Thermalquelle. Die müden Fahrradknochen haben es genossen. Danach waren wir porentief rein. Wir haben uns dann beim Tesco mit Lebensmittel eingedeckt und sind am nächsten Tag Richtung Gyoer geradelt. Wir hatten schönstes Kaiserwetter als wir den Radweg entlang radelten. So macht Radfahren Spass. Wir sind recht flott voran gekommen und dann gegen Mittag angekommen. Der Rathausplatz war heraus geputzt und das schöne Wetter hat viele Menschen in die Strassencafes und Eisdielen gelockt. Wir wunderten uns etwas, das an jeder Straßenecke Polizisten postiert waren. Auf einmal war klar warum. Hier gab es ein Treffen von Neonazis. Auch das noch dachten wir und machten uns vom Acker. Ich brauchte noch eine Simcard für das Internet in Ungarn. Es gab in der Nähe einen riesigen Shopping Center mit einem V…. laden. Es war mühsam und nervig den Mitarbeitern zu erklären, was ich brauchte. Die wollten mir immer einen Vertrag abdrehen, den ich dankend ablehnte. Irgendwann hatte ich meine Karte, doch die funktionierte nicht, als ich wieder draussen bei Jana war. Irgendeiner muss ja auf die Räder aufpassen. Ich war gut eine Stunde da drin. Ich hasse mittlerweile Shopping Malls oder Center. Als ich die Karte probierte funktionierte diese nicht. Also das ganze nochmal von vorne. Danach wollte ich einfach nur raus aus der Stadt. Wir übernachteten auf einem Campinplatz. Es waren auch Deutsche Senioren mit ihrem Wohnmobil da. Sie kutschierten mit ihren Caravans so lange auf dem Platz  hin und her bis sie ein Signal für das Fernsehen erhielten, um das Spiel Dortmund-Muenchen anschauen zu können. Typische Deutsch dachte ich nur und konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Thermalbad Tourismus und Fussball! Das passt!

Am nächsten Tag rollten wir Richtung Budapest weiter. Leider hörten die tollen Radwege auf und wir mussten uns die Strasse mit Autos teilen. Eigentlich kein Problem dachte ich bis wir merkten, dass wir jedesmal auf Teufel komm raus überholt wurden. Auch wenn es Gegenverkehr gab wurden wir gnadenlos über holt und teilweise von Lkw-Fahrern an die Seite gedrängt. Es war frustrierend. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch keinen Rückspiegel, der mir half Sicherheit zu gewinnen. Wir kamen an total zerfallen Orte vorbei, wo die Spuren des Kommunismus noch zu sehen waren. Es war wie in einer anderen Zeit in einer anderen Welt. Aber auch irgendwie spannend. Unser nächster Zeltplatz war super. Total gepflegt und modern ausgestattet. Ja klar, denn hier verkehren die Bonzen Ungarns im Sommer, so sagte man uns als wir für umgerechnet fünf Euro uns einen Platz ausgesucht hatten. Wir bekamen auch noch einen Schlüssel für ein feines Ferien Apartment. An diesem Abend machten wir Bekanntschaft mit Frank aus Belgien und Steven aus Schottland. Wir waren uns auf Anhieb Symphatisch und hatten uns eine Menge zu erzählen. Die beiden haben sich unterwegs getroffen und Frank war auf den Weg nach China und Steven wollte ans Schwarze Meer. Es war bis jetzt die intensivste Begegnung mit anderen Reisenden, die auch noch eine weitere Fortsetzung geben wird. Wir blieben noch einen Tag, um unsere Wäsche zu waschen und die Fahrräder auf Vordermann zu bekommen. Dann ging es weiter Richtung Budapest. Doch das ist wie immer eine andere Geschichte…..

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Nachdem wir uns an Schnitzeln satt gegessen haben und lecker Radler getrunken hatten machten wir uns gen Ungarn auf. Mit der U-Bahn erstmal zur Donau-Stadtbruecke und dann zum Velo 6, dem Donau-Radweg. Wir hatten Rueckenwind, die Sonne schien und wir kamen gut voran. Leider haben wir an diesem Tag auf der Strecke keinen Campingplatz gefunden. So haben wir in einem “Fremdenzimmer” uebernachtet, der von einem knorrigen alten Kauz bewirtschaftet wurde. Anfangs war er sehr kurz angebunden und hat in kurzen Kommandos uns sofort gezeigt, wo es lang ging. Doch auf den zweiten Blick war er sehr hoeflich und auf seine Weise richtig nett. Die Zimmer waren grossartig. Abends wollten wir noch etwas essen und so machten wir uns auf die Futtersuche. Die erste Gaststube suchte einen neuen Paechter, die zweite Gaststube zu einem heurigen hatte Ferien, die dritte haben wir nicht gefunden, falls es sie je gegeben hat und der vierte und letzte Versuch endete in Montags geschlossen. Nuetzt ja nichts dachten wir und haben eine Notkonserve (Linsensuppe) aufgemacht. Heimlich wurde im Bad dann gekocht. :-)  Die Suppe schmeckt erbaermlich und eine schleppen wir immer noch mit uns herum.

Am naechsten Tag war es dann soweit. Wir radelten ueber die Grenze Nickelsdorf nach Ungarn ein. Christian hatte bereits ein Zimmer im vorraus in Mosonmagyarovar gebucht. Das Kapitel Ungarn gibt es das naechste mal.

Fazit Österreich: sehr sauber, viele hilfsbereite Menschen, leckeres abwechslungsreiches Essen, urige Gaststuben, wunderschöne Natur und gut ausgeschilderte Radwege

Aber: teuer, Radweg ist oft mit den Autos zu teilen, viele Kreuze für Verkehrstote,

 

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Tiergarten Schoenbrunn
April 112014

Nach einer relativ lauten Nacht haben wir nach dem Fruehstueck unsere Raeder gesattelt und sind zum Tiergarten geradelt. Vom Campingplatz aus waren es nur ein paar km. Der Park liegt direkekt mit imPark von Schloss Schoenbrunn. Der Tiergarten hat in Wien eine lange zurueckliegnede Tradtion. Bereits 1452 wurde der erste Tiergarten in der Stadt eingerichtet und hat sich dann ueber die Jahrhunderte weiter entwickelt. Durch die Kriege wurde einiges zerstoert aber auch immer wieder aufgebaut. Das Resultat ist eine wunderschoene groose Anlage, mit tollen Gehegen und viel Platz zum spazieren. Da wir auf einem Montag dort am bummeln waren hielt sich der Beuscherstrom auch in Grenzen. Bei sonnigen 24 Grad haben wir diesen herrlichen Park genossen.

Vom kleinsten Federvieh bis zum groessten Dickhauter haben wir alles auf unserem Rundgang gelegene mitgenommen. Es gibt Tierarten von denen ich bisher noch nie etwas gehoert geschweige denn gesehen hatte. Besonders faziniert war ich persoenlich von den kleinen roten Pandas. Toll zu beobachten waren auch die Faultiere , die sich entgegen ihrem Namen gar nicht so faul bewegen. Es gibt soviele tolle Erlebnisse, vor fast jedem Gehege. Aber auch die Erlebnisse vor dem Gehege sind interessant zu beobachten, wie wir uns als Besucher dort verhalten. Bei vielen Tieren wird um Ruhe gebeten oder der Hinweis auf fotografieren ohne Blitz oder nicht gegen die Scheibe klopfen….ist es jetzt von uns als Besucher eine verminderte Wahrnehmung solcher Schilder oder ist es eher der pure Egoismus der uns zu solchen Dingen veranlasst…?

Nach vielen vielen aufregenden Stunden und wunderschoenen Eindruecken und Erlebnissen sagen wir Schoenbrunn auf Wiedersehen.

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Eine weitere Etappe auf unserer Reise haben wir erreicht. Wir sind in Wien. Es war ein genuessliches den Huegel hinunter rollen und padautz war das Ortseingangsschild vor uns. Ein tolles Gefuehl, weil wir jetzt auch einige Tage Sightseeing vor uns hatten. Im voraus hatten wir auf einem Campingplatz mitten in der City einen kleinen Bungalow gemietet – laut Beschreibung sind wir wetterunabhaengig aber die Campingatmosphaere bleibt erhalten. Na einigem hoch und runter der Strassen haben wir ihn auch alsbald gefunden. Voller Erwartung haben wir nach der Anmeldeprozedur unsere Tuer aufgeschlossen….oh je…wir haben den Raum dann liebevoll unsere “Knastzelle” genannt. Nun gut, der Raum sollte ja auch nur zum uebernachten sein., dafuer waren die Sanitaeranlagen sehr sauber.

Am Sonntagmorgen haben wir uns aufgmeacht in Richtung Stephansdom, Karlsplatz und Hofburg. Es begleitete uns schoenstes Sommerwetter, ideal fuer einen Bummel durch die City. Fuer die Jahreszeit waren schon erstaunlich viele Touristen unterwegs. Ein Teil der Innenstadt war auch gesperrt, wie wir kurz danach feststellten, fuer einen Fahrradcorso. Schade, haetten wir das eher gewusst waeren wir gern mitgeradelt. Es waren schon kuriose Raeder nebst kuriosen Typen unterwegs. Die Fahrt endete vor dem Rathaus in einer grossen Party.

Die Atmosphaere in der Stadt hat schon einen besonderen Flair. Allein durch die vielen Cafe Haueser an jeder Ecke. Ueberall wurden wir auch von der Geschichte Wiens verfolgt, sie ist irgendwie noch allgegenwaertig. Natuerlich kamen wir auch nicht um die Lieblinge der Wiener drumherum, dem ehemaligen Kaiserpaar. Christian und ich konnten aber widerstehen und haben keine Sissischokotaler oder Franzlbonbons gekauft. Viele von den Sehenswuerdigkeiten haben wir uns nur von aussen angeschaut, weil natuerlich jede Besichtigung wieder extra kostet aber ein Wiener Cafe war im Budget noch drin, zu meiener grossen Freude.

Auf dem Weg zur Hofburg sind wir an einem Schmetterlingshaus vorbei gekommen. Natuerlich ist das wieder etwas was uns beide sehr interessierte. Ein grosser Glaspavillion voller Pflanzen und bunter Falter unterschiedlichster Groesse. Es war wunderschoen diese Tiere im Flug oder bei Nahrungsaufnahme an den Pflanzen zu beobachten.

Den ersten Tag haben wir noch in einem schoenen Gewoelbekeller mit einem leckeren Abendessen ausklingen lassen. Nach der Rueckfahrt mit U-Bahn und Bus sind wir dann hundemuede in unsere Knastbetten gefallen.

Den naechsten Tag haben wir fuer den Tierpark reserviert……

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Voller Motivation ging es weiter Richtung Horn auf der Bundestrasse 5. Es ist zwar zu Anfang ein mulmiges Gefuehl auf einer viel befahrenen Strasse unterwegs zu sein, doch kommen wir auf dieser Route super voran. Auch die Steigungen sind weitaus geringer als die Quer-Feld-Ein Strecken. Oesterriech hat zwar eine Menge an Rundwegen fuer Radfahrer, doch sind diese fuer sich geschlossen und fuehren nicht ueber mehrere Etappen hinweg. So ging es also an Horn vorbei und dann suedwaerts die B2 hinunter Richtung Gars am Kamp. Was fuer eine wunderschoene Gegend. Links und rechts entlang des Flusses Taffa erstrecket sich das Kamptal, welches ein paar Millionen Jahre jung ist. Auf einem parkaehnlichen Gelaende im Schutze einer Burg campierten wir. Es war mal wieder ein erhabener Augenblick in was fuer einen friedlichen Teil wir diese paar Stunden verbringen durften. Vor uns ein kleiner See, auf dem ein Schwanenpaar bruetete und ein paar Streuobstwiesen zu unserer rechten. Es war Idylle pur.

Am naechsten morgen ging es weiter Richtung Tulln, direkt an der Donau. Wir kamen gut voran und genossen das schoene Wetter. Der Fruehling hat entgueltig seinen Farbteppich vor uns ausgebreitet. Wir kamen an Weinbergen vorbei und sahen die ersten “Zum Heurigen” Schilder. Gegen Abend sind wir in Tulln angekommen und haben uns dort ein Zimmer genommen. Von hier nach Wien war es nur ein Katzensprung von etwa 25km zu unserem Campingplatz. Noch wussten wir aber nicht welche Muehen auf uns zukamen, denn es sollte nich einmal maechtig nach oben gehen.

Wir freuten uns ueber das schoene Staedtchen und freuten uns auf ein leckeres Essen. Christian wollte gerne zum Asiaten. Dort angekommen ging  es am Bueffet wie in einem Ameisenbau zu. Unerschrocken nahmen wir an einem Tisch Platz und bestellten etwas zu trinken. Danach gesellten wir uns zum Bueffet. Oh man, was machen wir hier eigentlich sagte ich zu Jana und ein paar sehr gut beleibte Kerle zogen an mir mit ihrem prall gefuellten Teller voller fettriefender Fleischberge an mir vorueber. Mir verging der Appetit. Bei naehrer Beteachtung war dies nichts weiter als ein Fastfood Lokal, wo das berueh,te Aushaengeschild All you can eat entsprechendes Publikum anzog. Baeh! Raus hier! Der Abend war gelaufen und am naechsten Morgen radelten wir weiter Richtung Wien.

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Und so radelten die zwei Unerschrockenen :-) weiter. Zuerst ging es nochmal nach Tschechien rein, um dann nach einer kleinen Steigung mit High Speed ins Tal hinunter zu sausen. Der Wettergott hat es an diesem Tag gut mit uns gemeint. Es ging durch sanfte Huegellandschaft bis zum Fluss Thaya. Wir fuhren abseits der Hauptstrasse, was sehr angenehm war. Jana gab mir ein Zeichen, das ich doch bitte mal halten sollte. Sie zeigt auf ihren Kilometerzaehler und verkuendete stolz die ersten Tausend Kilometer hinter uns gebracht zu haben. Mit einem Foto und etwas Wasser feierten wir diesen schoenen Moment. :-) Etappenziel ist Wien, was noch in weiter Ferne lag. So machten wir uns zunaechst nach Waidhofen an der Thaya auf und machten dort unsere Mittagspause. Christian holte lecker Pizza aus einer Trattoria und wir setzten uns auf die Plastikstuehle, die noch nicht aufgestellt waren. In solchen Momenten, wenn die Sonne scheint ist die Welt so richtig rund. Ganz in der Naehe gab es einen Jagdladen u d wir hatten die Absicht nach deren Mittagspause und zumindest ein Pfefferspray fuer den Fall der Faelle zu organisieren. Kurz nach 14.00 Uhr standen wir vor der Tuer und mussten feststellen, dass der Inhaber ausgeflogen war. Natuerlich im Auftrage des Kunden. So’n Schiet. Noch kurz einen Supermarkt aufgesucht, um Getraenke und Obst aufzufuellen und weiter ging es. Waidhofen an der Thaya ist ein sehr schoener Ort, der sehr gepflegt ist und einen tollen erholungswert besitzt. An vielen Ecken gibt es die Kruzifixe und die Gaststuben. Das pure Oesterreich-Feeling! Nun sollte es nach  Horn gehen und ich schluckte kurz, da ich auf meinen GPS einen Hoehenanstieg von 550 auf knapp 700 Hoehenmetern gelesen habe. Arme Jana dachte ich nur. Schon nach ein paar Kilometern ging es steil nach oben. Tapfer fuhr oder schob Jana das schwer bepackte Rad nach oben. Das ging etwa eine Stunde so bis es nicht mehr weiter ging. Wir hatten zwar eine bombastische Aussicht auf das Tal, doch ich merkte, dass eine Unterkunft her musste. Wie gut, dass ich in Waidhofen eine neue Sim-Karte fuer Oesterreich erworben hatte. Ein Blick ins Gaestehausverzeichnis zeigte uns einen Gasthof namens Streicher, der etwa 5 km entfernt war. Also das Handy raus und anrufen. Leider nahm keiner ab und ich versuchte es an einigen anderen Gasthoefen. Jedoch ohne Erfolg. Entweder war die Huette voll oder es war uns zu teuer. Also setzten wir alles auf eine Karte und fuhren “Zum Streicher” nach Vestenoetting. Ein wunderschoenes kleines Dorf im Norden von Waidhofen gelegen. Eine aeltere Dame war gerade dabei die Blumenkuebel zu pflegen als ich sie ansprach, ob der Laden geoeffnet habe. In ihrem schoensten Dialekt gab sie uns zu verstehen, dass die Herrschaften um 17.00 zurueck seien und es wohl noch Platz fuer uns gaebe. Wir sollten doch erstmal im Biergarten Platz nehmen. Gesagt getan setzten Jana und ich uns bei warmen Temperaturen in den Biergarten. Nach gut einer halben Stunde kam ein Auto und ein freundliches Gesicht begruesste uns. Ob wir etwas trinken wollten kam dann die Frage. Ich entgegnete, dass wir ein Zimmer fuer die Nacht suchen. Sie nickte und fragte uns,ob wir das Zimmer mit dem Wasserbett oder ein normales Bett haben wollte. Jana strahlte vor Erleichterung ueber beide Backen und entschied sich fuer das Wasserbett. Wunderbar dachte ich mir. Gerettet! Der Preis war voellig in Ordnung. 45€ mit Fruehstueck in einer sehr ruhigen Gegend. Wir entschieden sodann, dass wir zwei Tage bleiben.

Hier gab es fuer mich das erste Wienerschnitzel mit einem sehr leckerem Radler. So ein herzliches Personal hatten wir waehrend der gesamten Tour noch nicht erlebt. Es machte die Runde, dass die Fremden ohne Akzent mit den robusten Raedern auf grosser Tour waren. Die Gespraeche wurden schnell geknuepft und wir haben zum ersten mal unser Fotoalbum aus der Heimat gezueckt und den Herrschaften unser schoenes Schleswig-Holstein gezeigt. Es war eine tolle Zeit dort. An unsrem freien Radeltag waren wir nochmal in Waidhofen und haben eine Oesterreich Karte gekauft und sogar Waldrappen zu Gesicht bekommen.

Erholt und voller Vorfreude auf das Oesterreich, was noch kommt, machten wir uns mit vielen guten Wuenschen auf den Weg Richtung Horn.

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Gemuetlich radelten wir in Oesterreich rein. Ist irgendwie ein komisches Gefuehl, wenn wir eine “Grenze” ueberqueren kommen die Gedanken nach oben, was ich mit dem Land verbinde. Hausmannskost, Berge und der lustige Dialekt. In der Tat praegen die ersten Begegnungen in einem Land den weiteren Verlajf des Aufenthaltes. Sie muessen nicht nur menschlicher Natur sein. Auf den ersten Blick wirkt alles aufgeraeumter, gepflegter. Schon nach den ersten Kilometern kam uns ein Traktor mit einem aeltern Paar entgegen, die uns herzlich gruessten. Wir fuehlten uns sofort wohl. Toll hier koennen wir uns wieder unterhalten. Auch die Strasse hat es gut mit uns gemeint und so fuhren wir fast nur bergab. Hier ist der Fruehling bereits angekommen. Die Temperaturen waren mild und die Baume trugen ein zartgruenes Blaetterkleid. Wunderschoene Doerfer saeumten unseren Weg bis wir an einem Campingplatz vorbeikamen. Wir waren mal wieder… ja klar die Ersten. An einem See gelegen, mit einem schoenen Grundstueck war uns schnell klar, dass wir hier unser Lager aufschlagen wollten. Jana hat eine Telefonnummer entdeckt, um die Eigentuemer zu kontaktieren. Ein paar Stunden spaeter kam der Hausherr auf seinem Trecker und schaute nach dem rechten, da am naechsten Tag die Saison offiziell beginnen sollte. Er hat uns herzlich willkommen geheissen. Es hatte zwar noch nichts auf, aber das war auch egal, denn wir hatten alles dabei. Jana und ich haben dann gemuetlich am Lagerfeuer gesessen und gegessen. Es war mal wieder eine himmlische Ruhe. Der Ort an dem das alles stattfand heisst Reingers. Direkt an der tschechischen Grenze.

Am naechsten Tag, so gegen 8.30Uhr kam die Dame des Platzes vorbei und fragte uns, ob wir die Stube zum Fruehstueck nutzen wollten. Gerne nahmen wir an. Wer von Euch schon in Oesterriech war kennt bestimmt die gemuetlichen Holzstueberln. Waehrend des Fruehstuecks kamen wir ins Plaudern und hatten schnell eine Wellenlaenge. Sie schaut so gerne die Sendung “Zwischen Waterkant und Binnenland” und wuerde gerne mal Hamburg und den Norden besuchen. Es war alles total ungezwungen und herzlich. Ein toller Start in den Tag. Als nach den Uebernachtungskosten fragte winkte die Dame ab und hat uns den Aufenthalt geschenkt. Weiter ging es nach Waidhofen an der Thaya. Davon erzaehle ich ein anderes Mal.

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Hier stehen uns die ersten Hoehenmeter bevor. Kaum sind wir aus der Stadt Tabor draussen geht es schon auf 500m hoch. Wir kaempfen uns Berg fuer Berg hoch und rauschen mit hoher Geschwindigkeit (bis zu 55km/h) wieder herunter. Suedboehmen ist die Kornkammer Tschechiens und wir bekommen viel Ackerland zu Gesicht. Landwirtschaft ist hier an der Tagesordnung. Die Bauern spritzen die Felder und pfluegen ihre Boeden. Wir zelten jeden Abend und laben uns an der boehmischen Kueche. Ein Mittagessen ist guenstiger als im Supermarkt etwas zu kaufen. Die Gaststuben sind super und uns wurde viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zuteil, um unsere Raeder zu verstauen. Dennoch sind wir langsam voran gekommen, da die Berge immer hoeher wurden. Mittlerweile waren wir auf 600m Hoehe und das sollte mindestens zwei Tage noch so weiter gehen. Besonders fuer Jana war es hart und ich suchte nach troestenden Worten. Ich bewundere Sie, dass sie sich so durchbeisst und ihre Pfunde langsam dahinschmelzen.

Als wir Nova Bystrice erreichen freuen wir uns auf Oesterreich, was jetzt zum Greifen nahe war. Wir waren jetzt etwa auf 620m. Wir wollten einfach nur aus Tschechien raus.

Unser Fazit fuer Tschechien:

Positiv: tolle Beschilderung der Radrouten, gastfreundliche Menschen, gutes – sehr guenstiges Essen (wer es zuenftig mag), prima Internetanbindung und guenstige Tarife, in Suedboehmen wundervolle Radwege

Nicht so toll: katastrophaler Elbe Rad Weg ab Usti nad Labem, rauchgeschwaengerte Luft, starker Verfall an den Haeusern, schwierige Verstaendigung, wer nicht tschechisch spricht – mit Englisch kommst du nicht weit

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Ein Hostel hatten wir drei Tage gebucht, um uns die hochgelobte Stadt Prag anzuschauen, die in vielerlei Hinsicht etwas zu bieten haben soll. Na dann schauen wir uns mal um. Das Hostel Rosemary lag in der Altstadt nur einen Steinwurf von den bekannten Vierteln entfernt. Mit einem Stadtplan und einem GPS bewaffnet wollten wir am Ankunftstag fuer ein paar Stunden die Stadt in Augenschein nehmen. Wir hatten schoenstes Fruehlingswetter und die Stadt empfing uns mit der vollen Wucht von Touristenstroemen, die brav hinter den Guides hinterher trotteten. Die Gebaeude sind wahrhaftig faszinierend und stecken an jeder Ecke voller Geschichten. Welche Geschichten es waren haben wir nur phasenweise an englischsprachigen Textpassagen vermittelt bekommen. Da war es wieder dieses Gefuehl, welches uns seit der Grenzueberschreitung verfolgt. Wir verstehen kein Wort, koennen nichts lesen und somit fuehlst Du dich irgendwie nicht dazugehoerig. Bis jetzt konnten wir immer noch in allen Laendern, wo wir waren uns mit Englisch sehr gut durchschlagen. Doch hier hat das nicht geklappt. Viele haben zwar behauptet, dass sie englisch sprechen. Doch das war nur bei den ganz jungen Menschen der Fall. Egal dann eben auf die harte Tour zur Touri-Info. Dort haben wir uns eine kleine Pragfibel organisiert. Wir brauchten eigentlich  nur den Touristenstroemen zu folgen, um die wichtigsten Viertel und Gebaeude zu besuchen. Die Kultur der Juden und ihr Wirken wird zur Schau gestellt und geschaeftstuechtig wie die Juden sind wird fuer jedes bisschen Kulturgut zur Kassen gebeten. So geht es eigentlich immer weiter. Wer etwas naeher einen Blick auf die Geschichte der Stadt werfen moechte muss zahlen. Ja genau, so ist es in jeder Metropole! Ich bin ja staendig mit meinem Kameraauge unterwegs und versuche die Atmosphaere einer Stadt einzufangen. Doch das war eine echte Herausforderung. Es gab meines Erachtens kaum etwas in dieser Richtung einzufangen. Schauen wir also am naechsten Tag in der Altstadt vorbei. Wir holten wir uns noch etwas leckeres vom Thailaender und verbrachten den Abend in unserer Wohnung vom Hostel.

Wir hatten uns am naechsten Tag einen kleinen Plan zurechtgelegt was wir jns anschauen wollten und Peter unser guter Geist vom Hostel gab uns noch ein paar Tipps, wo wir schoene Ecken von Prag entdecken konnten. Er wies auf einige Parks hin. Das fanden wir doch spannend. Also los und hinein. Wir besuchten den Stadtteil Josevof mit den Synagogen, gingen hinauf zum Prager Schloss mit dem Sitz des Praesidenten, liefen durch einen schoenen Park, von wo wir eine praechtige Aussicht auf die Stadt hatten. Die Karlsbruecke und der Pulverturm wurden auch besucht, sowie der alte Marktplatz mit unzaehli Kneipen, Pubs und Restaurants. Zu diesem Bild gesellen sich noch Souveniershops, Thaimassage-Tempel und aberwitzige Candylaeden, die versuchten belgische Schokolade zu verkaufen. Oder ein anderes bizarres Bild waren schwarze Maenner in weissen Matrosenanzuegen, die versuchten die Leute auf ein Boot zu bekommen. Haifischkostueme oder andere groteske Gestalten, die ihre Werbemasche durchzogen. Wir hatten nach dem zweiten Tag eigentlich die Nase voll und wollten wieder zurueck in die Natur. Wir machten also das beste daraus und entdeckten noch einen gut kopierten Pub in dem wir wahrlich uns wie ein bisschen zu Hause fuehlten. Wir wurden verstanden, wir haben verstanden und die Musik war durch und durch englisch. :-)  Jana hat es ja schon geschrieben. Selbst ich habe eine Traene verdrueckt, als wir eintraten. Es ist schon erstaunlich, was in der Seele geschieht, wenn Du ein Gefuehl mit einem Land verknuepfst, was dir ans Herz gewachsen ist. Ich war mit 17 zum ersten mal in England bei meiner Gastfamilie, die bis heute mir die Liebe zu diesem Land eingepflanzt haben.

Ich bin abends mit meiner Kamera noch einmal losgezogen. In der Tat wuerde sich diese Stadt hervorragend fuer einen Mittelalter oder Horrorfilm eignen. An jeder Ecke gibt es Kneipen, wo der Alkohol in Stroemen fliesst jnd viele junge Leute fuer wenig Geld Party machen. 24 Stunden sind Reinigungskraefte im Einsatz, um dem Muell Herr zu werden. Wer feiert schon gerne im Dreck. Am letzten Tag sind wir dann zum Bahnhof und waren insgeheim froh aus dieser Touri-Hochburg weg zu kommen. Auch wir moegen es mal in das Touristenleben einzutauchen. Doch nicht auf diese Art und Weise, was die Stadt uns geboten hat. Es fehlte einfach die Atmosphaere. Ein paar schoene Fotos moechte ich euch dennoch nicht vorenthalten.

Es ging jetzt weiter mit der Bahn und den Fahrraedern nach Tabor. Das liegt in Sued-Boehmen. Dort angekommen wurde ich erstmal von einem Taxifahrer in tschechisch angeschnauzt, was mir einfaellt das Fahrrad vor einem Taxischild zu parken. Man war mir das egal. Wir mussten naemlich mal wieder unser Geraffel die Treppen hochwuchten. Da sind wir beiden schon eingespielt. Einer bewacht die Raeder und das Gepaeck und der andere bringt es die Treppen hoch und kettet alles an einen Pfahl an. Wir kauften noch etwas Proviant bei einem Tesco( englische Supermarktkette:-) )  und machten uns suedwaerts vom Acker. Wir folgten eine zeitlang dem Greenway. Dies ist ein Radweg, der von Prag nach Wien fuehrt. Es wurde immer bergiger. Die ersten sechshunderter sollten gemeistert werden. Das hat uns sehr zu schaffen ge,acht. Besonders fuer Jana war das ganz hartes Brot. Doch sie hat sich durchgebissen u d ich bin sehr stolz auf sie! 4 Naechte haben wir in versteckten Ecken gezeltet bis wir die Grenze zu Oesterreich erreicht haben. Doch das ist eine andere Geschichte. Ja ja ich schreibe diese Zeilen gerade in der Naehe von Waidhofen an der Thaya. Auf bald….

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Seit Tagen hoeren und lesen wir nur tschechisch, essen tschechisch….auf einmal sehen wir ein Stueck fuer uns gefuehlte Heimat…ein englischer und ein irischer Pub, mitten in der Altstadt von Prag. Es war ein sehr intensives Gefuehl, sehr beruehrend und an vergangene Reisen erinnernd. Fuer uns ist die britsche Kultur gleich nach unsererem schoenen Holstein ein wenig wie “coming home”. Die ganze Aufmachung vom Pub, die Sportfotos an der Wand, die Musik, die Sprache, der Getraenkeausschank luden uns heute zum intensiven verweilen ein. Heute morgen haben wir uns mit einem “full english breakfast” fuer den Tag und unsere Sightseeingtour gewappnet. Es war einfach koestlich! Ein wenig Sentimentalitaet ist auch bei uns ab und zu vorhanden.

Heute werden noch die Raeder geputzt und dann geht es morgen endlich wieder, tschechisch, weiter.

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So wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei schönsten Wetter ueberquerten wir den Grenzstein. Donnerwetter, war hier viel los. Bei den Tschechen scheint das Inline-Skating gerade voll im Trend zu sein. Von sechs bis sechzig waren viele auf den schmalen Rollen unterwegs. Auch viele Radler, meistens per Mountainbike froehnten den angenehmen Temperaturen. Ja Leute, auch wir fuhren im T-Shirt. Ich habe mir im Dresden eine Kniebandage zugelegt, die mirnhilft meine Bänder im rechten Knie bei Laune zu halten. Wirkt prima, doch es juckt wie Hölle, wenn es warm wird. Es gibt schlimmeres. :-)  Wenn wir mal so die ersten Wochen Revue passieren lassen als wir los gefahren sind, war es deutlich kühler. Der Radweg war einsame Spitze. Und auch die Beschilderung war hervorragend. Ich brauchte mein GPS so gut wie gar nicht. Wir traten also in die Pedale. Bis Usti nad Labem (Usti an der Elbe) sollte es heute gehen und da wollten wir auf einem Campingplatz uebernachten. Wir kamen auch an einem Rummel vorbei. Dieser mutete wie zu einer anderen Zeit an. Hier gibt es sogar noch die waschechten Autoscooter aus meiner Jugendzeit. Cool! Es ist schon nicht zu uebersehen, dass in Tschechien die Uhren anders ticken. Wir sehen die Welt ja mit westlichen Augen und ich ertappte mich jedesmal dabei, wie ich vieles vergleiche. Was uns auch schnell auffällt mist die Industrialisierung, die sich in der Luft bemerkbar macht. Zudem wird viel mit Feuerholz geheizt, was blanko nach draussen geht. Auch die Häuser sind oftmals in einem Zustand, der für unsere Verhältnisse nicht akzeptabel wäre. Aber so ist das nun mal. Und genau das wollen wir erleben. Usti nad Labem haben wir schnell hinter uns gelassen und standen dann vor verschlossenen Türen des Campingplatzes. Na toll! Es wurde bereits dunkel, wir hatten noch keine einzige Krone umgetauscht und der Magen knurrte. Also das GPS heraus geholt und Unterkünfte eingegeben. Ganz in der Nähe wurde mir ein Hotel angezeigt, welches wir dann auch ansteuerten. Das Hotel glich einer Festung und wir klingelten brav vor dem Eingangstor. Ein aelteres Ehepaar gut hinter sechzig kam zum Vorschein. Ich fragte gleich nach Englisch oder Deutschsprachig? Die Dame des Hauses wählte Deutsch und wir wurden für 61€ die Nacht eingelassen. So ein Schief war das teuer, aber wir hatten keine andere Wahl. Zelten war an dem schmalen Streifen zwischen Elbe und den Bahnschienen nicht. Die beiden Hauseigentümer waren sehr herzlich und nett und zeigten uns die Zimmer, einen Platz für die Fahrräder (meins wurde im Frauenklo untergebracht) und eine Stelle für unser Gepäck. Jetzt stellte sich noch die Frage, wie wir das mit den Moneten loesen. Kurzerhand befand ich mich auf den Beifahrersitz eines Peugoets und die Hausdame brauste mit mir nun indie Innenstadt direkt vor einem Geldautomaten. Ich war total baff von der Selbstverstaendlichkeit dieser Aktion und war froh alles fuer die Uebernachtung geregelt zu haben. Das Haus war ehemals ein Hotel. Sehr geschmackvoll eingerichtet, mit vielen Bildern. Auch eine tolle Wandmalerei von Karel May mit seinen Figuren aus den Romanen war grossflaechig in einem der Hauptraeume dargestellt. Nun war es noch ein Restaurant und hin und wieder wurden Uebernachtungsgaeste aufgenommen, um die vielen Instandhaltungskostrn zu decken. Das Ehepaar wohnt seit 10 Jahren dort und seit 5 sind sie dabei, das Haus zu sanieren und ein Restaurant zu leiten.

Gut gestaerkt (boehmische Kueche) sind wir am naechsten Tag Richtung Melnik aufgebrochen. Es hatte angefangen zu regnen. Es wurde merklich flacher und die grossen Huegel verschwanden langsam. Der Radweg war jetzt nur noch eine Zumutung und von Schlagloechern und Schlamm durchzogen. Einmal habe ich mich fast auf die Nase gelegt. Das Rad war/ist total dreckig und verschlammt. Also wichen wir auf die Hauptstrasse aus. Wir kommen dort gut voran und beschlossen Mittags in einer Raststaette etwas warmes zwischen die Kiemen zu bekommen. Es war gut besucht und die Portionen waren riesig. Selbst fuer uns immer hungrige Radfahrer. Das Essen war fuer unsere Verhaeltnisse spott guenstig. Etwa 10€ fuer 2 Gerichte mit Getraenken. Und so sollte es auch weitergehen. Tschechien ist sehr guenstig und die Uebernachtung haette fuer ein Grand Hotel gereicht. Wir radelten bis etwa 17Uhr und ich schaute auf dem GPS nach einem Nachtlager, wo wir unser Zelt aufschlagen konnten. Der Regen wurde immer kraeftiger. In einem Waldstueck jenseits eines Dorfes wurden wir fuendig. Trocken haben wir dann die Nacht verbracht und morgens regnete es immer noch. Wir hatten noch zwei Tage Zeit bis Prag. Im Regen packten wir unser Hab und Gut ein und fuhren Richtung Melnik weiter. Trotz unser Regenkleidung wurden wir pitschnass und die vorbeifahrenden Autos und LKW’s gaben jns den Rest. Wasser aus allen Richtungen prasselte auf uns ein. Das war der erste Tiefpunkt unserer Tour und wir beschlossen uns in Melnik eine Bleibe zu suchen, um die Sachen wieder trocken zu bekommen. In Melnik angekommen ging ich in ein Hotel was ganz nett aussah. Durchnaesst und mit wilder Frisur ging ich hinein und fragte nach einem Doppelzimmer. Der Hottelier winkte gleich ab und meinte, dass alles belegt sei. Na wers glaubt wird selig. Also wieder raus und ins GPS geschaut. Hotel Alabama stand da in etwa 800m. Na gut versuchen wir es dort mal. Nach dem zweiten Klingelversuch schallte uns ein froehliches Hallo entgegegen und wir wurden herzlich empfangen. Sogar die Raeder hatten einen eigenen Stall und die Raeume waren super. Erleichtert von hier aus starten wir heute nach Prag mit dem Zug und werden uns fuer 3 Tage die Stadt ansehen. Also machts gut und bis bald mal wieder. Der Zug faehrt bald.

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Voller Tatendrang sind wir morgens bei strahlenden Sonnenschein Richtung tschechischer Grenze aufgebrochen. Mit leichtem Herzen und voller Tatendrang radelten wir die Elbe stromaufwärts Richtung Schoena. Es war viel Volk unterwegs. Klar bei dem Wetter. Die Orte hinter Dresden reihen sich wie Perlen hintereinander auf und das Ost-Erzgebirge hat uns die ersten Steigungen beschert. Eine wunderschöne Gegend mit prächtigen Bauten, die einstmals den mächtigen vergangener Epochen gehörten. Wir beschlossen noch einmal in Deutschland zu zelten und unsere letzten Prepaid Telefonminuten für die Familie zu investieren. Auf einer schönen Wiese an der Elbe haben wir eine erholsame Nacht vor Bad Schandau verbracht. Am nächsten Morgen wurden die Vorräte, wie Getränke, Teigwaren, Obst und der Touren stärker Schoki nachgerüstet. Kurz vor der Grenze stellte Christian fest, das die Klingel (ja die mit dem Schleswig-Holstein-Wappen) nicht mehr funktionierte. Genau vor einem Fahrrad-Service :-) . Also über die Strasse und die Klingel betätigt. Nach dreimaligem Klingeln kam ein Mann heraus, der mir mitteilte, dass der Oerni erst am Montag wieder da ist. Ich erklärte kurz die Sachlage und er lud mich ein ihm zu Folgen. Kurzerhand kamen wir bewaffnet mit einer alten Fahrradglocke aus Vollmetall und :-) Werkzeug wieder zurück. Ich baute meine Klingel ab und die Glocke an. Daraufhin haben wir uns die Hände gegeben und di Sächsisch-Holsteinische Freundschaft besiegelt. Er sei auch Radfahrer teilte er mir mit und hat noch ein paar tolle Tipps fuer den weiteren Radweg bis Usti nad Labem preisgegeben. Wir sind dann zur nächsten Elbfaehre geradelt und setzten zum letzten mal auf deutschen Boden seit Lauenburg den Fuss über die Elbe. Nach ein paar Kilometern war es dann soweit. Wir sind in Tschechien angekommen und betreten unbekanntes Terrain.

 

Fazit Deutschland: atemberaubende Landschaften entlang der Elbe, begeisterte und hilfsbereite Menschen, vielerorts gesundes Essen und tolles Fruehstueck, Kulturell sehr vielfältig, tolle Radwege entlang der Elbe und sehr gut Beschildert

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Nach 716km auf dem Elbe Rad Weg rollten wir in Dresden ein. Ich muss schon sagen, dass die Strecke bis hierhin uns gezeigt hat, wie schön unser Land ist und wie glücklich Rad fahren macht. Da draussen in der Natur fängt wohl jeder Mensch an über sich nachzudenken und Gefühle zuzulassen, die uns da draussen im Alltag verloren gehen. Es ist sehr spannend, was da mit Jana und mir geschieht.

Und nun sind wir mitten in der grossen Stadt und  spuehren wie gelassen wir sind. Unser Low Budget Hotel haben wir recht zügig gefunden und sind mit den gepackten Drahteseln den zweiten Stock im Fahrstuhl ( es war Millimeter Arbeit) hochgefahren. Zwei Nächte haben wir uns für diese schöne Stadt gegönnt. Wir hatten auch eine Liste abzuarbeiten, was wir noch erledigen wollten, bevor wir Deutschland verlassen. Jana brauchte einen neuen warmen Schlafsack, ich benötige einen Knieschoner,da mein Knie bei Belastung hin und wieder rumzickt usw. Wir haben das Programm an unserem Ankunftstag abgespult und konnten uns am nächsten Tag voll als Touris unter die Leute mischen. Wir hatten schon sommerliche Temperaturen und Dresden zeigte sich uns von seiner schönsten Seite. Schaut Euch einfach die Fotos an. Premiere war für mich die Nachtaufnahmen, die ich mit meiner Kamera aufgenommen habe. Sind cool geworden, nicht wahr?

Heute sind wir nun bester Laune und mit neuen Eindrücken ostwärts aus Dresden heraus geschuesselt. Es sind viele Menschen unterwegs gewesen und ich muss zugeben,dass es mich mittlerweile anoedet jedesmal die gleichen Sprüche zu hören, sobald man uns und unsere gepackten Drahtesel inspiziert hat. Na ja muss ich wohl mit leben. Morgen kommen wir an die tschechische Grenze und ich weiss nicht, ob ich dann noch online sein kann. Ich werde mich spätestens in Prag (so Mitte nächster Woche) bei Euch melden.

Habt eine schöne Zeit und ganz liebe Gruesse von Jana und Christian

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Bevor ich euch von unser Weiterfahrt beruhte noch eines in eigener Sache. Ihr könnt Euch auf unserer Homepage einfach als Abonnent eintragen. Dann werdet ihr automatisch benachrichtigt, wenn es einen neuen Artikel online gibt. Und für den Fall, dass ihr uns eine Nachricht schreiben wollt einfach das Kontaktformular benutzen. Es ist technisch nicht möglich alle paar Tage etwas online zu bringen, da ich immer auf eine gewisse Bandbreite angewiesen bin,um Texte und Fotos hochzuladen. Wir freuen uns über den zahlreichen Zuspruch und die vielen Mails, Kommentare und Gästebuch Einträge.

Nachdem wir uns aus Dessau Richtung Osten aufgemacht haben, hatten wir schönstes Radlerwetter und wir machten uns nach der Lutherstadt Wittenberg. Die ersten Kilometer muteten wie ein Märchenwald an, wo Nebel den Wald in ein mystisches Fleckchen Erde verwandelt hat. Ich stelle immer fest, dass die Natur uns die unvergesslichen Momente während einer Reise beschert. Ich habe versucht es in den Fotos festzuhalten. Wir haben bereits Greifvögel der verschiedensten Arten erleben dürfen. Darunter Falken, Milane, Bussarde und Weihen.

Nach ein paar Kilometer erreichten wir Woerlitz mit seinem berühmten Park, welcher zum UNESCO Kulturerbe gehört. Es ist schon beeindruckend, was die damaligen Fürsten sich für Häuser bauen liessen. Wir waren gut 2 Stunden im Park und haben dort unsere Mittagspause genossen. Dnach ueberquerten wir mal wieder die Elbe Richtung Coswig. Dort haben wir uns um eine Uebernachtungsmoeglichkeit in Wittenberg gekümmert. Wir haben uns ja für die Gästezimmer Variante entschieden, da es momentan nachts einfach zu kalt ist. In Dresden werden wir einen Daunen Schlafsack für Jana kaufen. Wir wurden von einer netten Familie aufgenommen, die uns den Aufenthalt versuesst hat. Abends waren wir dann in der Altstadt und haben uns in einem abgefahrenen Restaurant nicht schlecht gestaunt als Tante Emma uns ihre Nichten in ihren Biedermeier Schätzchen uns leckere Speisen brachten. Es war ein schöner Abend in Wittenberg.

Am naechsten Tag machten wir uns wieder auf den Weg. Diesmal Richtung Pretzsch an der Elbe. Das Wetter wurde immer windiger und Regen setzte ein. Eine geräumig ge Ferienwohnung wartete auf uns, wo wir zwei Tage verbringen wollten. An der Elbfaehre in Elster angekommen setzten wir über und der Fährmann schaute uns schon mitleidig an, als wirihm erzählten, dass wir noch ein paar Kilometer vor uns haben. Es wurde nun stürmisch. So etwa neun Windstärken in der Spitze. Wir hatten nun drei Kilometer frontalen Wind gegen uns. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was wir gekämpft, geflucht und gestrampelt sind. Mit unseren grossen Angriffsfläche wurden wir von rechts nach links gedrückt. Es war zum Heulen. Na ja am fruehen abend sind wir dann in Merschwitz bei Pretzch angekommen.

Wir hatten ein paar Tage zuvor eine SMS erhalten. Zwei Hamburger, Hendrik und Bruni, waren auf den Weg in den Iran und hatten von Günthers (mein Onkel) besten Kumpel erfahren, dass wir auf Tour sind. Spontan nahm Hendrik zu uns Kontakt auf und wir verabredeten in Merschwitz. Die beiden blieben mit ihrem Wohnwagen auf dem Grundstück und wir haben am nächsten morgen das Frühstück zusammen geschmissen. Es war eine tolle Zeit mit Euch beiden. Ich hoffe wir sehen uns auf eurer Rückfahrt wieder.

Ich mache jetzt mal einen Sprung, da wir uns mittlerweile in Dresden befinden und stolz sind bereits 700km getadelt zu sein. Wir wohnen mitten in der Altstadt und werden uns zwei Tage hier aufhalten. Wir haben nun einen Daunen Schlafsack. Wir werden noch einige wichtige Vorbereitungen treffen bevor es ins grosse Abenteuer Tschechien geht.

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Oder Kopfsteinpflaster und Muskelkater!

Nachdem wir uns vom Häuptling verabschiedet haben radelten wir mit schönsten Wetter im Gepäck Richtung Magdeburg weiter. Währenddessen sind wir durch ein Dorf namens Rogaetz gekommen. Also ich kenne ja nun den Osten so gut wie gar nicht, doch ich habe so langsam das Gefühl kennst Du ein Dorf, kennst Du sie alle. Direkt am Ortsschild beginnt das Kopfsteinpflaster, links und rechts davon stehen die Häuser, die entweder mit einem Hühnerstall oder etwas geharktem Sand und ein paar Büschen versehen sind. Doch hin und wieder gibt es Dörfer, wie hier in Rogaetz, die komplett aus der Masse herausstechen. Ein Haus komplett in Blau-Weiss gehalten mit einem dicken Schalke 04 Schild und der Ahnengalerie der Schalke Legenden. Mitten im Osten. Einfach nur cool. Bemerkenswert ist auch die liebevolle Pflege der Orte, die direkt am Elbe Rad Weg liegen. Es ist doch zu spüren, dass der Tourismus Geld in die Kassen spült. Mir sind auch triste Städte begngnet, die von Plattenbauten aus der DDR Zeit dominiert wurden. Ich möchte keine Namen nennen, um Blogleser aus dem Osten nicht zu nahe zu treten.

In Magdeburg hatten wir einige Sachen zu erledigen. Unter anderem ein Bankgeschäft bei unserer “guten alten Postbank”. Kurz vor zwölf betrat ich das Gebäude und dann grinste mich ein Schild an. Mittagspause von 12.00 bis 14.00. Hallo? In der Landeshauptstadt mitten in der City? Lachend verließ ich das Gebäude und erzählte Jana davon. Wir beschlossen sobald wie möglich zum Elbe Rad Weg zurück zu kehren, um diesen Stadtstress zu entfliehen. Kurz noch Proviant kaufen und dann nichts wie raus hier. Mein GPS hat uns herausgelotst. Spätestens seit Magdeburg ist uns bewusst, wie Lärmempfindlich wir geworden sind. Es ist schon erstaunlich, wie ein paar Tage draussen in der Natur, die Sinne umkrempelt. Entlang der Elbe fuhren wir ein kleines Stück und verließen den Elbe Rad Weg. Mittagspause machten wir in Zerbst/Anhalt. An der Wurstfabrik gabe es lecker Wurst für wenig Kohle. Also Werner, Du kannst dort richtig schlemmen. :-)  Wir haben uns noch ein wenig die Stadt angeschaut und wollten abends in Dessau-Rosslau sein. Wir fanden dort mitten im Wald eine sehr schönes Försterhaus. Der Inhaber hat uns die Schlüssel in die Hand gedrückt und uns kurzerhand zu Bewachern des Forsthauses ernannt. Vielen Dank nochmal. Wir haben uns sehr wohl bei euch gefühlt. Eine tolle Saison wünschen wir euch.

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Wir sind gerade in einem Tipi-Dorf gelandet, wo wir uns einen Tag frei nehmen. Jana und ich haben die letzten Tage viele Kilometer unter die Reifen genommen. Wir waren in Wittenberge, Havelberg und in Tangermünde. Die letzten beiden Städte sind sehr schoen und haben ihren historischen Kern bewahrt. Wir nutzen die Möglichkeiten unsere Vorräte aufzufüllen und die Wäsche zu waschen. Wir sind mittlerweile so etwas von durch organisiert, dass sich eine gewisse Routine ergeben hat. Das einzige Problem ist die Kälte, die besonders Jana zu schaffen macht. Wir werden wohl  nicht darum herumkommen in Dresden einen Daunen Schlafsack zu kaufen. Seit wir in Sachsen-Anhalt unterwegs sind, kletterten die Temperaturen auf über 20°. Nur Nachts haben wir unter 0° und es ist nasskalt. Es liegt wohl auch daran, dass die Pfunds schmelzen und der Kreislauf sich damit arrangieren muss.

Heute abend gehen wir in eine Blockhütte zum Essen. Es gibt Bison. Danach mache ich uns ein Lagerfeuer und ich hole meine Ukulele raus. Wir vertreiben uns oft abends die Zeit mit musizieren. Die Jungs von Valley vermisse ich sehr und Jana vermisst ihre Katze Gina. Morgen geht es weiter Richtung Magdeburg. Die Landschaft verändert sich und nur die Elbe ist die einzige Konstante auf unserem Weg. Ueberall wo wir hinkommen bekommen wir zuhoeren, dass wir die ersten dieses Jahr sind, die mit dem Rad unterwegs sind.

Fazit: Wir sind in unserer Reise angekommen.

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Nach einer kalten Nacht auf dem Campingplatz in Radegast durften wir (wir waren die ersten Gäste) die warme Dusche in deren Ferienwohnung benutzen. Wir haben uns mächtig Zeit dort gelassen. :-) Hoch motiviert sind wir dann weiter getadelt, da wir voller Vorfreude auf unsere erste Ferienwohnung in unseren Tag starteten. Christian freute sich auch schon auf einen schönen Fußball abend. Ausser dem war es an der Zeit unser Hab und Gut einen kritischen Blick zu unterziehen, ob wir wirklich alles brauchten. Durch sehr hübsche Dörfer führte uns der Elbe Rad Weg nach Dömitz. So gegen 16.00 Uhr fingen wir an einige Ferienwohnungen abzutelefonieren. Aus dem Schneewittchen Zimmer wurde nichts, da der Besitzer erst im Mai seine Mädchenpensionat aufmachte. Die andere war wiederum zu teuer und die Radlerpension war verwaist. Aber dann. Ein freundlicher Mann am anderen Ende der Leitung hieß uns herzlich willkommen und wir könnten seine Ferienwohnung für 15€ die Nacht haben. Wir haben sofort zugeschlagen und haben eine geniale Wohnung vorgefunden. Was waren wir glücklich! Wir haben uns etwa feines gekocht und ich kam noch zu meinem Fußball. Am nächsten Morgen haben wir ein Paket für meine Mutter geschnürt und uns vom über flüssigen Ballast getrennt.

In Hitzacker haben wir uns ein wenig die Stadt angesehen und dann regnet es zum ersten mal. In einer Bäckerei haben wir uns noch Frühstück gegönnt und sind dann weiter über die Elbe nach Cumlosen aufgebrochen. Wir beschlossen uns noch einmal ein Zimmer zu nehmen und landeten im Gasthof Schmidt. Na ja. Es war warm, also was wollen wir mehr. Wir sind mittlerweile im Brandenburgischen unterwegs und ich bin sehr stolz auf Jana wie sie bei unserer Tour mit zieht.

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Nachdem wir nun Lauenburg hinter uns gelassen haben sind wir mitten in der unberührten Landschaft des Biosphärenreservat es Elbtalaue. Hier rasten die Graugaense und anderes Federvieh, um weiter gen Osten (bis Russland) zu ziehen. Sagenhaft was wir hier zu Gesicht bekommen. Kraniche beim Hochzeitstanz oder Greifvögel auf der Jagd. Es ist bewölkt und nachts nicht gerade etwas für Weicheier. Zwei Tage werden wir noch draussen schlafen bevor wir uns eine kuschelige Ferienwohnung gönnen. Wir sind noch in der Orientierungsphase, wie wir uns am besten organisieren. Gerade so tägliche Sachen, wie Rastplatzsuche und aufstellen des Zeltes bis zum Kochen erfordert eine Menge Zeit. Etwa 2 Stunden! Die Stimmung ist super, da doch vieles neu ist und wir aus dem Staunen dieses Abschnittes nicht herauskommen. Wir sind noch nicht wirklich in unserer Reise angekommen. Aber ein Abenteuer ist es alle mal.

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Moinsen liebe Blogleser,

Wir rasten heute kurz vor Hitzacker in einer abgelegenen Mulde nahe dem Elberadweg. Wir sind jetzt 4 Tage unterwegs und haben Spass an unserer Reise.Ich fange mal am besten von vorne an. Als wir dann aus Lentfoehrden geradelt sind haben wir uns gleich ein paar Kilometer später in die Büsche geschlagen und dort unser Zelt aufgeschlagen. Jana hat alles hübsch gemacht und ich bin nach Kaltenkirchen geradelt, um etwas für die Feldküche zu organisieren. Wir waren so etwas von geschafft, da die letzten 14 Tage doch sehr turbulent waren. Am nächsten morgen das erste Malheur. Unsere Isomatten verlieren Luft. Zum Glück hatten wir ja Hamburg als nächstes Ziel. Clever wie wir ja sind :-) fuhren wir nach Norderstedt Mitte, wo wir mit der U-Bahn nach Hamburg Barmbek gefahren sind. Leute ihr glaubt ja gar nicht was so ein Fahrrad wiegt und das bekommt mal soeben in die U-Bahn. In Barmbek gibt es den Globetrotter unseren Outdoor-Laden, der uns sofort geholfen hat die Löcher zu lokalisieren und diese dann zum Hersteller zurück sendet. Wir haben uns mit neuer Matte eingedeckt und sind erleichtert zu Evelyn und Klaus Berking aufgebrochen, die uns für die Nacht schon erwarteten. Es war ein sehr fröhliches Wiedersehen und wir haben unseren Aufenthalt sehr genossen. Sogar die Fußballspiele des Bundesligaspiel Tages haben wir geschaut. Danke ihr beiden. Es war großartig bei euch. Der Wasserkanister sitzt jetzt auch bombensicher. :-)

Aus der Metropole Hamburg sind wir dann Richtung Aumühle gefahren. Kurz vor Lauenburg haben wir uns in ein Waldstück ein Plätzchen für die Nacht gesucht. Es war idyllisch aber s….kalt. Lauenburg war dann unser Tor zum Elbe-Radweg. In der Touristeninformation habe ich gefragt, wo denn dort der ElbeRadweg beginnt. Gleich hinterm Haus sagte eine sehr nette Dame. Doch da war nix. Erst nach Minuten langen suchen hat uns ein Ortskundiger beschrieben, wie wir in die Spur kommen. Wir waren fix und fertig als wir das Rad die Hügel rauf und runter schoben. Aber dann! Das erste Schild vom Elbe-Radweg zeichnete ein Lächeln auf unsere Lippen und wir traten kräftig in die Pedale. Es ist ein unglaublicher schöner Abschnitt den wir gerade unter die Reifen nehmen. Die Welt ist hier größtenteils noch Naturbelassen. Wildgänse, Kraniche, Biber und Fischreiher sind in diesem Biosphärenreservat zu bestaunen.

Morgen freuen wir uns auf ein warmes Bett, da die Nächte doch lausigkalt sind und es nicht leicht ist morgens in die Puschen zu kommen. Das Wetter ist tagsüber prima und es gab noch keinen einzigen Regenschauer. Was für ein Abenteuer! Bilder folgen sobald ich eine Breitbandiger Bindung bekomme. Bis Bald.

 

 

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Jetzt geht es los!
Februar 282014

Jetzt nutze ich jetzt noch mal die Gelegenheit euch allen da draussen (bevor ich die Internetverbindung kappe) auf den letzten Stand zu bringen, was in den letzten 14 Tagen geschehen ist. Unsere Abschiedsfete war am 15.02 und alle die uns verabschieden wollten sind gekommen. Es war auch mein letzter Gig mit meinen Valleys www.valley-kiel.de der mir sehr unter die Haut ging und ich noch ein paar Minuten brauchte, um zu realisieren, was zu Ende ging. Auch unsere verehrten North Frisian Pipes and Drums aus Rantrum haben es sich nicht nehmen lassen uns noch ein paar goold old scottish tunes um die Ohren zu schmettern. Jana und ich haben die Party sehr genossen. Ach und Eure Geschenke sind großartig. Ich hoffe, dass ich noch ein paar Fotos von Euch erhalte, um sie hier zeigen zu können.

Dann kam das große Aufräumen und verpacken. Wir haben unsere Bude (110qm) leergeraeumt und das ganze Geraffel per LKW in unser Lager geschafft. Es wurde unser Gartenteich zugeschüttet und wir haben die Wohnung ordnungsgemäß für die Übergabe hergerichtet. Wir sind jetzt so etwas von kaputt, dass wir noch gar nicht begreifen, dass es jetzt los geht. Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere fleissigen Levins, die uns super geholfen haben.

Jetzt geht es gleich zur Gemeinde, um uns abzumelden. Heute Nachmittag sind wir dann Ritter der Landstraße.

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Probetour Richtung Wismar

Probetour Richtung Wismar

Proseken in Mecklenburg-Vorpommern

Januar 102014

Wir waren zu Bekannten (Karen und Werner www.diezweiunterwegs.de ) nach Proseken (nähe Wismar) eingeladen worden und sind deren Ruf gefolgt. Wir haben die Beiden auf dem Wintertreffen vom Globetrotter in Aschberg kennengelernt. Mit unserem kompletten Gepäck sind wir von Scharbeutz aus losgefahren. Es war eisig kalt und unsere Kleidung hat uns recht gut vor dieser Kälte geschützt. Auch konnte ich mit meinem GPS noch einige wichtige Feldversuche durchführen. Ich muss schon sagen, dass diese Erfindung wirklich nützlich ist und das System Open Street Maps fantastisches Kartenmaterial bereithält. Ich bin froh nun damit arbeiten zu können und die Gewissheit zu haben, dass egal wo wir uns auf dem Erdball befinden, wir uns nicht hoffnungslos verfahren können.

Kurz vor der Dämmerung habe ich dann Karen angerufen und die beiden sind uns entgegen geradelt. Die Freude des Wiedersehens war groß und es war ein wunderbares Gefühl als wir dann mit den beiden am Abendbrottisch saßen und uns über das Abenteuerleben ausgetauscht haben. Müde und Glücklich sind wir dann in die Betten gefallen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es in Mecklenburg-Vorpommern so hügelig ist. Dementsprechend waren wir auch ganz schön k.o. . Der nächste Tag gehörte dem Sightseeing von Wismar. Eine sehr schöne Hansestadt mit einer bewegten Geschichte. Ich habe einige Fotos mitgebracht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Die Rücktour nach Scharbeutz war easy going, da wir meistens Rückenwind hatten. Man war das angenehm! :-) Als wir dann durch die Touriorte Travemünde und Timmendorf geradelt sind haben die Tagestouristen ganz schöne Augen gemacht. Na wer radelt bei frostigen Temperaturen schon an der Ostseeküste? Wir natürlich! :-) Am Auto angekommen haben wir uns bereits auf die heiße Wanne zuhause gefreut. Es war an diesem Tag eisig kalt, da der Wind aus Südost blies. Welche Erkenntnisse nehmen wir nun mit? Nun unsere Klamotten sind schon recht warm und sie machen jede Bewegung mit. Die Räder laufen fantastisch und nur das Gepäck noch besser in den Taschen verteilt werden. Da gibt es noch Optimierungsbedarf.  Da wir ja, so wie es derzeit aussieht in den verspäteten Winter losfahren werden wir uns verstärkt nach wärmeren Schlafsäcken und Isomatten umschauen. Technisch gibt es nichts mehr zu testen. Wir freuen uns bereits auf den 15.Februar, wo wir eine Abschiedsfeier geben werden und Karen und Werner wiedersehen werden. Vielen Dank Ihr beiden für das sehr schöne Wochenende mit Euch.

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Dezember 102013

Wir haben uns Bad Bramstedt als Startpunkt für unser Abenteuer ausgesucht. Dieses kleine Städtchen mitten in der Auenlandschaft Südholsteins ist für lange Zeit unser Lebensmittelpunkt gewesen und hier haben wir das wunderschöne Radnetz (70km) nicht nur für Trainingseinheiten benutzt. Im Bad Bramstedter “Schloss” haben wir uns das Ja-Wort gegeben und uns wird immer etwas mit den besonderen Menschen, die hier leben verbinden. Gerade Christian, der ein paar Dörfer weiter aufgewachsen ist, wird seine Holsteiner Landsleute vermissen. Aber auch Jana, die aus Niedersachsen stammt hat diesen Menschenschlag ins Herz geschlossen. Die Pflanzen und Tierwelt, die geballt im Wildpark Eekholt zu bestaunen ist hat eine magische Anziehungskraft.

Von diesem schönen Fleckchen Erde findet unsere Tour rund um den Globus statt.

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Wintertreffen am Aschberg
Dezember 92013

Vom 06. – 08. Dezember waren wir Teilnehmer am ersten Wintertreffen am Aschberg der Globetrotter Akademie. Das Datum fiel ausgerechnet in die Tage, wo die Orkane Christian und Xaver in Schleswig-Holstein gewütet haben. Wir hatten aber nichts auszustehen und hatten dann schönstes Winterwetter. Uns wurde freundlicherweise ein Zelt der Firma Wechsel-Tents gesponsert, welches wir unbedingt ausprobieren wollten. Zudem waren so spannende Workshops, wie naturkundliche Führung im verschneiten Wald, Vorträge über den Kutter Dagmar Aaen (ein umgebauter Haifischkutter), mit der Arved Fuchs und seine Mannschaft dieses Jahr im Sommer nach Spitzbergen unterwegs waren. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für den netten Gästebucheintrag. Ich werte das mal als gutes Omen für unsere Tour :-) .

Da ich noch kein GPS Gerät habe, war es mir wichtig Informationen über die Grundlagen von GPS Systemen einzuholen. Ich hatte überhaupt keinen Plan, wie das läuft und worauf ich da achten musste. Nachdem wir eine Runde Geocaching gemacht haben, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Jetzt habe ich zumindest die Gewissheit, dass wir uns nicht mehr arg verfahren können. Irgendwie war es wie ein großes Familientreffen, da wir Teilnehmer eines gemeinsam hatten. Wir lieben die Natur und haben draußen bei Sturm und Kälte im Zelt übernachtet.

Am Samstag Abend gab es ein tolles BBQ im großen Tipi. Wir machten Bekanntschaft mit interessanten Menschen, die allesamt schon tolle Touren unternahmen. Die Zeit reichte bei weitem nicht aus, um alle kennen zu lernen. An dieser Stelle ein herzliches Moin Moin an Karen, Werner und Rüdiger. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen mit Euch. Durch die vielen Gespräche haben wir wertvolle Tipps für unsere Tour erhalten. Mir war noch wichtig, wie ich die Stromversorgung mit unseren Rädern löse. Danke Rüdiger für die tollen Infos. Am späten Abend sind Jana und ich völlig erschossen in unsere Schlafsäcke geschlüpft. Ich habe wie ein Baby geschlafen. Für Jana müssen wir uns noch etwas einfallen lassen, da sie beide Nächte gefroren hat. Ihr merkt liebe Leser, es gibt immer etwas, was noch unbedingt erledigt werden muss, bevor wir losfahren. Packen wir es an!

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südliches Norwegen

südliches Norwegen

unsere Norwegentour von Kristiansand zum Preikestolen

September 122013

Dieses mal hat der hohe Norden gerufen und wir sind dem Ruf gefolgt. Zumal wir, nun die Gelegenheit hatten unsere Ausrüstung für die Weltumradlung, zu testen.Von Hirtshals in Dänemark sind wir mit der Fähre nach Kristiansand in 3 Std. 15 Min. übergesetzt. Mitten in der Nacht sind wir dann im Dunkeln umhergezogen und haben uns in der Wildnis ein Platz zum Schlafen gesucht.   Wir waren neugierig, wie sich unsere Outdoor Ausrüstung dort draußen bei Regen, Kälte und Wind macht und wir sind mit neuen wichtigen Erkenntnissen wieder heimgekehrt. Bis auf ein paar Schwierigkeiten mit dem Zelt (kleiner Riss in der Außenwand) hat alles gut gehalten. Natürlich haben wir die raue Landschaft genossen und sind Berge rauf und wieder runtergekraxelt. Unglaublich wie viele Seen und Flüsse an uns vorbeigezogen sind. Da wir außerhalb der Saison angekommen sind, haben wir wenige Menschen auf den Campingplätzen angetroffen. So nun aber viel Spaß mit den Fotos aus Norwegen.

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Schottland 2012 unsere Flitterwochen

Schottland 2012 unsere Flitterwochen

Schottlands magische Landschaften ziehen uns nach 5 Jahren wieder in den Bann

August 52012

Und es zieht uns mal wieder in die Highlands…und natürlich auch die Lowlands. Wir waren auf den Spuren von Piraten an der Atlantikküste, an welcher wir fast davon geweht sind. Wanderungen am Victoria Heritage Trail mit Besuch der Highland-Games in Ballater. Durch den Cairngorms National Park bis zur Oase dem Lazy Duck , wo wir wunderschöne, einsame Wanderungen am Loch Garten unternommen haben. Unsere Tour ging bis nach Durness, wo John Lennon seine Ferien als Jugendlicher verbracht hat. Wer einmal dort gewesen ist, den zieht es immer wieder in den äußersten Nordwesten. Schottland ist wie coming home :-)

 

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Seychellen im Mai 2011

Seychellen im Mai 2011

das Inselparadies, unweit des Äquators mit traumhaften Stränden und einer einmaligen Fauna und Flora

Mai 52011

Ein Abstecher ins exotische Paradies. Viele kleine Abenteuer an Land wie auch im Wasser. Beeindruckende Unterwasserwelten im Indischen Ozean bei angenehmen Badewannen-Temperaturen. Wanderungen rund um die Sehenswürdigkeit der Coco de Mer. Ein Blick hinter die Kulissen des Tourismus, wo wir mit Einheimischen deren Familien besucht haben. Reich gefüllte Marktstände mit allerlei Obst und Gemüse was wir noch nie vorher gesehen hatten.

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Irland, Wicklow Mountains 2010

Irland, Wicklow Mountains 2010

Wicklow Mountains Nationalpark 925m

September 242010

Wicklow Mountains….wunderschöne Wanderpfade mit traumhaften Aussichten auf den “Upper Lake” und natürliche ursprüngliche Küstenlandschaften an der Ostküste. Irlands pulsierende Hauptstadt Dublin mit seinen Pubs und vielen jungen Menschen. Viel hat sich hier seit den letzten 7 Jahren verändert. Irland ist auf dem Weg eine Multi-Kulti Nation zu werden. Gefühlt ist die Landschaft nicht sehr viel anders als unser Schleswig-Holstein. Der vielzitierte Hass der Iren auf die Engländer ist nur noch ganz vereinzelnd anzutreffen und spielt im öffentlichen Leben keine Rolle mehr. Heutzutage kommt jeder sehr günstig von Hamburg nach Dublin um die 100€.

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Scotland im Sommer 2007

Scotland im Sommer 2007

unsere erste Tour 2007 in Schottland

September 12007

Unsere erste gemeinsame große Tour. Mit dem Flieger von Hamburg nach Glasgow und dann per Rucksack mit dem Bus Richtung Norden. Je rauer die Natur wurde, umso stärker kam das Gefühl von Freiheit und eins mit der Natur sein in den Vordergrund. Der Kontrast zwischen dem Norden und dem Süden ist gefühlt recht stark. Doch eines verbindet die Schotten jederzeit miteinander. Ihr Stolz und die Liebe zu Ihrem Land, welches in der Tat einmalig ist.

 

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